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Auch Heizöl teurer : Was steckt hinter den Benzin-Engpässen im Rhein-Main-Gebiet?

Auch Tankstellen in Frankfurt leiden unter Lieferengpässen. Bild: Victor Hedwig

An manchen Tankstellen rund um Frankfurt sind die Diesel-Zapfpistolen mit Klebeband gesperrt. Der Mineralölwirtschaftsverband nennt gegenüber der F.A.Z. einen Grund.

          Nicht nur in manchen Orten am Rhein wie in Koblenz gibt es derzeit offenbar vorübergehende Engpässe an Tankstellen – auch im Raum Frankfurt ist das schon zu beobachten. Das Benzin bleibt derweil teuer.

          Christian Siedenbiedel

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Zum Teil sind an Tankstellen beispielsweise die Zapfpistolen für Diesel mit Klebeband gesperrt, in anderen Fällen soll die Preisanzeige für eine Kraftstoffsorte vorübergehend abgeschaltet oder auf null gestellt sein. Der Mineralölwirtschaftsverband (MWV) bestätigte auf Anfrage der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, dass es weiterhin wegen des Niedrigwassers auf Rhein und Main zu vorübergehenden regionalen Engpässen in der Kraftstoffversorgung komme – unter anderem auch im Rhein-Main-Gebiet. Die Lage habe sich aber zuletzt nicht weiter verschlimmert.

          Regierung hat schon Reserven freigegeben

          Auch der Preisanstieg bei Kraftstoffen ist nach Zahlen der Internetplattform Clever-Tanken zuletzt nicht mehr weitergegangen. Heizöl hat sich nach Angaben der Internetplattform Heizoel24 hingegen an diesem Dienstag abermals verteuert.

          „Alle Beteiligten haben bislang vermocht, unter ungewöhnlich schwierigen Bedingungen die Versorgung mit Benzin und Diesel aufrechtzuerhalten“, sagte ein Sprecher des Mineralölwirtschaftsverbands. „Aufgrund der anhaltenden Logistikengpässe vornehmlich im Süden und Westen Deutschlands – einschließlich Rhein-Main – muss jedoch damit gerechnet werden, dass auch die Versorgungssituation bei Benzin, Diesel und Heizöl weiterhin angespannt bleibt.“

          Das könne dazu führen, dass an einzelnen Tankstellen die eine oder andere Kraftstoffsorte vorübergehend nicht verfügbar sei. Die Bundesregierung hatte schon große Mengen von Kraftstoffreserven freigeben lassen.

          Die Ölunternehmen haben zudem eine Lockerung des Sonntagsfahrverbotes für Tanklastwagen gefordert. Sie führen den Preisanstieg vor allem auf das Niedrigwasser von Rhein und Main zurück. Der Automobilklub ADAC hält das als Erklärung für die hohen Preise für nicht hinreichend.

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