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Mitten in der Ferienzeit : Was Air-Berlin-Kunden jetzt wissen müssen

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Schon seit Jahren ist Air Berlin die größte Fluggesellschaft am Düsseldorfer Flughafen. Bild: dpa

Komme ich noch in den Urlaub? Kann ich weiterhin buchen? Kann ich meinen Flug stornieren? FAZ.NET beantwortet die wichtigsten Fragen rund um den Insolvenzantrag.

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          Die Fluggesellschaft Air Berlin hat am Dienstag einen Antrag auf Insolvenz gestellt. Damit geht eine jahrelange Zitterpartie zu Ende. Jetzt soll ein Millionenkredit der Bundesregierung dafür sorgen, dass der Flugbetrieb vorerst weitergeht. Für Kunden bleiben dennoch einige Unsicherheiten.

          Was verspricht Air Berlin seinen Kunden?

          Die Fluggesellschaft versichert, dass trotz des Antrags auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung der Flugbetrieb aufrecht erhalten werde. Dies bedeutet demnach, dass alle Flüge von Air Berlin und der Tochtergesellschaft Niki stattfinden und gebuchte Tickets gültig bleiben. Es können auch alle Verbindungen weiterhin gebucht werden.

          Welche Rolle spielt dabei der Kredit der Bundesregierung?

          Der Übergangskredit in Höhe von 150 Millionen Euro ist der entscheidende Schlüssel. Die Regierung gewährte diesen nach Angaben von Bundeswirtschafts- und Bundesverkehrsministerium, um die Fortführung des Flugbetriebs zu sichern. Ansonsten wäre die Fluggesellschaft verpflichtet gewesen, den Betrieb einzustellen.

          Ohne die Hilfe des Bundes wären also womöglich viele Urlauber irgendwo auf der Welt gestrandet. "Der Rückflug dieser Reisenden nach Deutschland mit Airberlin wäre andernfalls nicht möglich gewesen", erklärten die Ministerien. Kurzfristige Alternativen seien nicht zu gewährleisten gewesen.

          Wie sieht die Zukunft von Air Berlin aus?

          Entscheidend dürfte der Ausgang der Verhandlungen mit anderen Airlines sein. Air Berlin verhandelt unter anderem mit der Lufthansa. Beide Fluggesellschaften wie auch die Bundesregierung zeigten sich zuversichtlich. Doch die Zeit drängt: Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) geht davon aus, dass der Übergangskredit der Fluggesellschaft nur für einige Monate Luft verschafft. Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) zeigte sich überzeugt, dass der Flugverkehr bis Ende November gesichert sei.

          Worauf müssen sich Kunden einstellen?

          In vielen Fällen gilt wohl das Prinzip Hoffnung. Air-Berlin-Kunden könnten nur darauf vertrauen, dass die Zusagen eingehalten würden, sagt Reisefachmann Felix Methmann von der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv). "Momentan ist nichts wirklich sicher." Die große Unsicherheit liege vor allem darin, "dass niemand genau weiß, wie es in drei Wochen oder in drei Monaten aussieht".

          Welchen Schutz haben Fluggäste bei einer Insolvenz?

          Am schlechtesten ist die Situation für Reisende, die direkt einen Flug bei Air Berlin gebucht haben. Sie gehören dann zur großen Zahl der Gläubiger. Der Kunde sei dann nur einer von vielen, Vorrang hätten die großen Gläubiger wie der Großaktionär Etihad, sagt vzbv-Fachmann Methmann. "Einzelne Kunden bekommen dann wahrscheinlich gar nichts oder nur eine ganz geringe Quote".

          Fluggesellschaft am Boden : Air Berlin ist pleite

          Besser sieht es bei Pauschalreisen aus, weil dann der Reiseveranstalter Ansprechpartner ist. Auch wer in einem Reisebüro gebucht hat, ist laut Methmann in der Regel abgesichert. Die Verbraucherschützer fordern deshalb schon seit langem einen Insolvenzschutz für alle Flugreisenden.

          Können Kunden ihren Flug stornieren?

          "Es besteht erstmal kein Stornierungsgrund", erklärt Verbraucherschützer Methmann. Verträge müssen eingehalten werden.

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