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Programm „Topbonus“ : Jetzt sind auch die Air-Berlin-Meilen weg

  • Aktualisiert am

Damals flog sie noch: im September 2017. Bild: dpa

Nach der Insolvenz von Air Berlin hatten Kunden die Hoffnung, sie könnten ihre Meilen behalten. Auch diese Hoffnung ist nun enttäuscht. Was Kunden jetzt tun müssen.

          Nach der Insolvenz der Fluggesellschaft Air Berlin ist auch das Meilen-Programm Topbonus insolvent. „Das zuständige Insolvenzgericht hat das Insolvenzverfahren eröffnet“, heißt es in einer Mitteilung auf der Webseite des Programms. Kunden können derzeit ihre Meilen nicht einlösen.

          Dabei hatten die Manager von Topbonus nach der Insolvenz von Air Berlin erst einmal Hoffnung gemacht. Mochte auch die Fluggesellschaft pleite sein, der Insolvenzantrag im August gestellt worden sein, das Meilenkonto blieb – Kunden konnten ihre Meilen weiter einlösen und sogar neue sammeln, zum Beispiel bei der arabischen Fluggesellschaft Etihad, einst Eigentümerin von Air Berlin. Auch Autovermieter, Hotels und Online-Händler waren dabei. Sogar mit dem Ferienflieger Condor gab es eine Aktion.

          Meilen-Ansprüche anmelden

          Das allerdings hat sich jetzt geändert. Wer seine Meilen bis jetzt nicht eingelöst hat, ist sie erst mal los. Meilenbesitzer werden Gläubiger im Insolvenzverfahren. In diesen Tagen würden die Konten an den Insolvenzverwalter übertragen, heißt es in der Mitteilung von Topbonus.

          Von Freitag an (6. April) sollen Meileninhaber ihre Ansprüche auf einer speziellen Webseite anmelden: https://topbonus.insolvenz-solution.de/ Dafür haben sie Zeit bis zum Dienstag, 24. April. Wie viel sie von ihren Meilen tatsächlich zurückbekommen, ist derzeit unklar. „Ihre voraussichtliche Quotenaussicht steht frühestens in vier bis sechs Monaten fest“, teilt der Insolvenzverwalter mit, es könne aber auch bis Ende 2020 dauern. Statusmeilen sind auf jeden Fall komplett verloren.

          Nicht ausgeschlossen ist dagegen, dass das Meilenprogramm ohne die Ansprüche seiner Kunden wieder auflebt. Oder dass ein Investor die Daten der Kunden kauft. Jedenfalls laufen nach Auskunft des Insolvenzverwalters „weit fortgeschrittene“ Gespräche mit einem Investor, der das Programm fortführen und ausbauen wolle.

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