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ADAC-Studie : Wo und wann Tanken am teuersten ist

Bei Diesel laut ADAC am teuersten - die Tankstellen von Shell. Bild: dpa

Der ADAC hat sämtliche Preisänderungen an deutschen Tankstellen seit dem Frühjahr untersucht. Sparen können Autofahrer demnach durch Preisvergleiche vor allem abends.

          Am teuersten tanken Autofahrer im Durchschnitt an den Tankstellen von Aral und Shell; und zwar Diesel besonders teuer bei Shell, und Super bei Aral. Danach folgen Total und mit weitem Abstand Esso und Jet. Das ist das Ergebnis einer Sonderauswertung des Allgemeinen Deutschen Automobil-Clubs (ADAC) mit Daten zu knapp 15.000 Tankstellen in Deutschland seit dem Frühjahr.

          Christian Siedenbiedel

          Redakteur in der Wirtschaft.

          So kostete der Liter Kraftstoff bei Aral und Shell den Angaben zufolge im Tagesmittel rund sechs Cent mehr als bei Jet. Die deutliche Differenz ergebe sich unter anderem aus der unterschiedlichen Struktur und Größe des jeweiligen Tankstellennetzes, führt der Verband aus. So befänden sich die Stationen von Jet meistens an wettbewerbsintensiven innerstädtischen Standorten, an denen auch die Preise anderer Anbieter tagsüber meistens nur um einen Cent höher lägen.

          Aral und Shell sind mit Abstand am teuersten.

          Neue Erkenntnisse hat die Auswertung der Benzin- und Diesel-Daten, die dem Automobil-Club von der Markttransparenzstelle des Bundeskartellamtes zur Verfügung gestellt wurden, auch hinsichtlich der Preisentwicklung an Tankstellen im Tagesverkauf gebracht. Offenbar bleiben die Preise von Benzin und Diesel in letzter Zeit abends länger niedrig und die Zahl der Preisänderungen pro Tag ist zumindest im Durchschnitt zurückgegangen.

          Am teuersten ist das Tanken demnach in den Monaten April, Mai und Juni jeweils in den Nachtstunden zwischen 23 und 5 Uhr gewesen. Danach sinken die Spritpreise bei allen Anbietern bis zum frühen Abend, unterbrochen von einer zwischenzeitlichen Preisspitze von zwei bis drei Cent während der Mittagszeit. Die Preisbildung bei den einzelnen Marken unterscheide sich dabei erheblich, führt der ADAC aus. Bei Shell koste ein Liter Benzin nachts im Schnitt 14 Cent mehr als zum günstigsten Zeitpunkt am frühen Abend. Bei Aral liege die Differenz bei 13,8 Cent. Im Tankstellennetz von Jet wichen die Preise hingegen im Durchschnitt nur um 6,6 Cent ab.

          Zwischen 22 und 23 Uhr steigen die Benzinpreise sprunghaft an.

          Die Erfahrung aus früheren Untersuchungen, auch des Bundeskartellamts, dass die Mineralölgesellschaften sehr häufig (die Rede war von bis zu sechzehn Mal am Tag) die Preise veränderten, konnte in dieser Erhebung nicht bestätigt werden. Möglicherweise zeichnet sich in dieser Hinsicht eine Veränderung der Preiszyklen ab. Laut ADAC jedenfalls gab es im untersuchten Zeitraum im Durchschnitt zwei Preiserhöhungen an jeder Tankstelle am Tag sowie gut vier Preissenkungen.

          Bei Esso und Jet verteuert sich der Diesel am späten Abend weniger stark.

          Verändert hat sich auch der Zeitraum, in dem Autofahrer am günstigsten tanken können. Laut ADAC war das bei früheren Untersuchungen die Zeit zwischen 18 und 20 Uhr gewesen. Diese Niedrigpreis-Phase habe sich – mit deutlichen Abweichungen allerdings je nach Marke – bis etwa 23 Uhr verlängert. Nachts sind auch die Preisunterschiede je nach Tankstelle am größten. Zwischen 22 und 23 Uhr kostet der Kraftstoff an den Tankstellen von Shell und Aral im Durchschnitt 15 Cent mehr als bei Jet, diese Kette hebe die Preise erst gegen 23 Uhr wieder an.

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