https://www.faz.net/-hbv-8wf7p

Was sich im April ändert : 50-Euro-Scheine, Leiharbeit, Energielabel für Holzheizungen

  • Aktualisiert am

Neben der Einführung des neuen 50-Euro-Scheines gibt es im April noch viele weitere Neuerungen. Bild: dpa

Neuer Geldschein, neue Regeln für die Leiharbeit, steigende Löhne bei der Deutschen Bahn und in der Stahlbranche. Für Verbraucher, Patienten und zahlreiche Beschäftigte ändert sich im April einiges.

          2 Min.

          Neuer 50-Euro-Schein kommt

          Ab 4. April wird der neue Fünfziger ausgegeben. Der neue Schein soll fälschungssicherer sein. Dazu ist er unter anderem mit einem neuen „Porträt-Fenster“ ausgestattet. Wird die Banknote gegen das Licht betrachtet, erscheint im durchsichtigen Fenster am oberen Ende des Hologramms ein Porträt der Europa. Zudem gibt es eine sogenannte Smaragdzahl, auf der sich beim Kippen ein Lichtbalken auf und ab bewegt. Die Zahl verändert ihre Farbe von Smaragdgrün nach Tiefblau.

          Höherer Vermögensfreibetrag in Sozialhilfe

          Der Vermögensfreibetrag von Leistungsbeziehern der Sozialhilfe steigt ab dem 1. April von 2600 auf 5000 Euro. Davon profitieren Menschen mit Behinderung, die keiner Erwerbstätigkeit nachgehen können. Der erhöhte Freibetrag gilt auch für Menschen, die Grundsicherung im Alter oder bei Erwerbsminderung benötigen, ebenso wie für die Ehe- und Lebenspartner sowie für alleinstehende Minderjährige.

          Schnellere Hilfe in psychischen Krisen

          Menschen mit psychischen Beschwerden erhalten künftig schneller einen ersten Beratungstermin beim Psychotherapeuten. Ab 1. April bieten Psychotherapeuten eine neue Sprechstunde für Patienten in seelischen Krisensituationen an. In einem ersten Gespräch kann der Therapeut klären, ob der Betroffene psychisch krank ist und welche Behandlung nötig ist. Damit werden lange Wartezeiten auf einen Termin beim Psychotherapeuten verkürzt.

          Energielabel für Holzheizungen

          Zum Monatsbeginn erhalten Heizanlagen, die mit Holz, Pellets oder Hackschnitzel befeuert werden, das EU-Energielabel. Die Skala der Energieeffizienzklassen reicht von A++ bis G - in den Farben grün bis rot. Wie bei Elektrogeräten gilt: Je grüner, desto effizienter.

          Neue Regeln für Leiharbeiter

          Für Leiharbeiter gelten ab April neue Regeln für Bezahlung und Einsatzdauer. Demnach muss ein Leiharbeiter spätestens nach neun Monaten so bezahlt werden wie die Stammbelegschaft beim „Entleiher“. Außerdem darf ein Leiharbeiter maximal 18 Monate lang an den selben Betrieb ausgeliehen werden. Danach muss er entweder die Einsatzstelle wechseln oder von dem Unternehmen übernommen werden. Eine längere Ausleihzeit ist aber über Tarifverträge möglich.

          Mehr Geld für Mitarbeiter der Deutschen Bahn

          Rund 150.000 Beschäftigte der Deutschen Bahn - Zugbegleiter, Lokführer, Bordgastronomen und Disponenten - erhalten zum 1. April mehr Geld. Nach Einigungen mit der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) sowie der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) steigen die Löhne um 2,5 Prozent. Eine Einmalzahlung wurde bereits ausgezahlt. Ab 2018 können Mitarbeiter zwischen mehr Geld, verkürzter Arbeitszeit oder mehr Urlaub wählen.

          Mehr Kohle auch für Stahlarbeiter

          Rund 80.000 Stahlarbeiter im Nordwesten und im Osten der Republik erhalten ab April ebenfalls mehr Geld. Hier einigten sich die IG Metall und die Arbeitgeber auf ein Plus von 2,3 Prozent. Ein weiteres Plus von 1,7 Prozent ist im Mai 2018 vorgesehen.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Nahostkonflikt : Israels Militär droht Hamas mit gezielten Tötungen

          Israels Raketen zerstören ein Hochhaus mit Journalistenbüros im Gazastreifen. Der Armeesprecher kündigt weitere Angriffe auf die Führungsriege der Hamas an. Iran stellt sich hinter sie. Und US-Präsident Biden telefoniert — mit Israels Regierungschef Netanjahu und Palästinenserpräsident Abbas.
          Grüne Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock

          Grüne : Baerbock will als Kanzlerin Flugreisen verteuern

          Solaranlagenpflicht für Neubau, Kurzstreckenflüge sollen obsolet werden: Annalena Baerbock kündigt ein „Klimaschutzsofortprogramm“ an, sollte die Grüne im September Kanzlerin werden.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.