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Gefragtes Edelmetall : Das Gold wird knapp

Krügerrand als Mangelware: Solange die Corona-Eindämmung anhält, kann Südafrika keine Münzen liefern. Bild: Picture-Alliance

Deutsche Goldhändler erleben einen Ansturm auf Münzen und Barren. Privatanleger kaufen wie verrückt und wegen der Corona-Krise fehlt der Nachschub.

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          Nach Golde drängt, am Golde hängt doch alles! Was Johann Wolfgang von Goethe dem schmucken Gretchen in seinem „Faust“ in den Mund gelegt hat, das gilt seit jeher auch für Anleger. Sie drängen zum Gold, wann immer die Zeiten ungemütlich werden. Schließlich gilt das Edelmetall als „sicherer Hafen“, weil es in dem Ruf steht, über Krisenphasen hinwegzuhelfen. Zumal in Zeiten von Niedrigzinsen, in denen der Nachteil des zinslosen Produkts nicht ins Gewicht fällt, sondern nur für die Lagerung Kosten anfallen. Mit 1620 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm) ist Gold zudem deutlich wertvoller als in den vergangenen Jahren.

          Thomas Klemm

          Redakteur im Ressort „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Während der Finanzkrise 2008 sowie in der Euro-Krise 2015 sind Anleger schon massenhaft ins Gold geflüchtet. Aber was sich momentan auf dem Edelmetallmarkt abspielt, stellt das Dagewesene in den Schatten. Es herrscht, wie im öffentlichen Leben, eine Art Ausnahmezustand. Als die öffentlichen Kontaktbeschränkungen zur Corona-Eindämmung noch nicht galten, standen deutsche Privatanleger vor Filialen des Goldhändlers Degussa Schlange. Die Technik mancher Online-Shops drohte zusammenzubrechen, weil Kunden massenhaft per Mausklick oder am Telefon Goldmünzen oder Goldbarren kaufen wollten.

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