https://www.faz.net/-hbv-9nsjl

Kolumne: „Frag den Mohr“ : Welche Versicherung brauche ich für den Urlaub?

Bitte aufpassen: Gepäck am Flughafen Tegel Bild: dapd

Die meisten Deutschen sind überversichert. Doch manche Policen können tatsächlich den finanziellen Ruin verhindern.

          Die Grundfrage vor dem Abschluss jeder Versicherung sollte sein: Sichert sie ein existenzbedrohendes Risiko ab? Falls ja, ist eine Versicherung sinnvoll. Falls nein, ist sie eher unnötig. Was kann im Urlaub alles passieren? Das Gepäck kann gestohlen werden, verloren gehen oder Schaden nehmen. Brauche ich deshalb eine Reisegepäckversicherung? Nein. Der Schaden ist zwar ärgerlich, lässt sich aber in der Regel verschmerzen. Zumal die Versicherer den Verlust wirklich wertvoller Dinge im Koffer wie Bargeld, Reisetickets oder Kreditkarten meist nicht und teure Kameras, Laptops oder Schmuck nur begrenzt ersetzen.

          Daniel Mohr

          Redakteur der Frankfurter Allgemeinen Woche.

          Was kann auf einer Reise noch passieren? Eine plötzliche Krankheit. Der finanzielle Schaden nach einem Beinbruch, Herzinfarkt oder Schlaganfall kann extrem hoch sein. Die Kosten für einen Krankenhausaufenthalt und Rücktransport erreichen oft zigtausend Euro, die bei Auslandsreisen von der normalen Krankenversicherung allenfalls teilweise übernommen werden. Eine Versicherung ist sinnvoll.

          Gute Auslandskrankenversicherungen sind für Einzelpersonen schon für 10 Euro im Jahr zu haben. Der ADAC schließt in seinen Plus-Mitgliedschaften den Rücktransport ein, nicht aber die Behandlungskosten vor Ort. In manchen Kreditkartenverträgen ist eine Auslandskrankenversicherung enthalten. Reiserücktritt- und Abbruchversicherungen sind Geschmackssache. Schäden, die man selbst im Ausland anrichtet, sind in der Regel durch die Haftpflichtversicherung gedeckt. Die sollte ohnehin jeder haben.

          Was wollen Sie wissen?

          Daniel Mohr ist Redakteur für Finanzen und freut sich über Ihre Fragen unter fragdenmohr@faz.de

          Weitere Themen

          Scholz prüft Verbot von Negativzinsen

          Nach Vorstoß von Söder : Scholz prüft Verbot von Negativzinsen

          Nach dem Vorstoß aus Bayern will nun der Bundesfinanzminister die rechtliche Grundlage von Strafzinsen überprüfen lassen. Diese seien eine „echte Belastung für private Sparer“. Er fordert die Banken auf, auch ohne Verbot darauf zu verzichten.

          Topmeldungen

          TV-Talk mit Sandra Maischberger (r.). Zu Gast waren unter anderem Jan Fleischhauer (l.), Anja Reschke und Florian Schroeder.

          TV-Kritik: „Maischberger“ : Gedächtnisschwäche und Meinungsbildung

          Grönland-Debatte, Fleischkonsum oder Greta Thunberg: Schaffen die Medien unsere Wirklichkeit, oder bilden sie diese nur ab? Das war das eigentliche Thema dieses Abends, der an fast vergessene Ereignisse der letzten Wochen erinnerte.
          Der Steuerchef der OECD: Pascal Saint-Amans

          F.A.Z. exklusiv : OECD-Steuerchef lobt Trump

          Der höchste Steuerfachmann der OECD lobt die Trump-Regierung: Wegen Trump seien die Chancen auf eine internationale Einigung auf ein Steuersystem gestiegen. Für deutsche Sorgen hat er Verständnis.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.