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Kolumne: „Frag den Mohr“ : Sind meine Schlüssel versichert?

Austausch kann teuer werden: Schließanlage im Gefangenenlager Guantanamo Bild: AFP

Schlüssel sind oft verschwunden. Manchmal spurlos. Das kann teuer werden. Ein schneller Rat in zwei Minuten.

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          Es ist das oft erprobte Suchspiel: Wo sind die Schlüssel? Gelegentlich stecken sie dann von außen in der Tür, finden sich tief vergraben in den Jackentaschen oder liegen brav dort im Regal, wo sie hingehören. Manchmal bleiben sie aber auch spurlos verschwunden. Sind sie Privateigentum, hängt es vom persönlichen Befinden ab, ob man Schlösser austauschen lässt oder damit lebt, dass womöglich jemand anderes jederzeit mit dem Schlüssel die Haustür öffnen könnte. Ist es der Schlüssel zu einer Mietwohnung, kann die Sache teuer werden, wenn größere Schließanlagen wegen der eigenen Schusseligkeit ausgetauscht werden müssen. Auch Lehrer oder andere Berufsgruppen mit Schlüsseln für große Schließanlagen sind diesem Risiko ausgesetzt. 10 000 Euro ist keine seltene Schadenshöhe für den Austausch von größeren Schließanlagen.

          Daniel Mohr
          (dmoh), Wirtschaft

          Kommt es zum Schadensfall, ist die private Haftpflichtversicherung der richtige Ansprechpartner. Wer Muße hat, kann aus den Vertragsbedingungen herauszulesen versuchen, ob der Verlust von Schlüsseln mitversichert ist. Schneller ist meist ein Anruf bei der Versicherung, die präzise sagen kann, zu welchen Bedingungen Schlüssel mitversichert sind und welche Selbstbeteiligung gilt. Standardmäßig sind Schlüssel nicht in allen Haftpflichtversicherungen mit drin. Immer sind aber Tarife wählbar, die Schlüssel miteinbeziehen. Die kosten in der Regel ein paar Euro mehr im Jahr. Die Versicherung lohnt also insbesondere für Mieter und Menschen mit beruflichen Schlüsseln oder Zugangskarten. Eine private Haftpflichtversicherung sollte zudem jeder haben, da sie wenig kostet (meist unter 100 Euro im Jahr selbst im Familientarif) und viel bringt, wenn versehentlich ein Radfahrer zu Fall gebracht und schwer verletzt wird, durch Dilettantismus ein Brand verursacht wird oder die Kinder die teure Vase der Nachbarin zerbersten lassen oder deren Auto zerkratzen.

          Haben Sie Fragen rund um das Thema Geld? Bitte an unseren Redakteur Daniel Mohr unter fragdenmohr@faz.de

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