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Kolumne: "Frag den Mohr" : Kann ich meine Steuererklärung digital machen?

Papier und Taschenrechner waren früher: Heute gibt es Apps und Steuerprogramme Bild: dpa

Der Trend geht zur papierlosen Amtsstube. Die digitalen Assistenten werden immer besser. Ein schneller Rat in zwei Minuten.

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          Ja, das ist sogar sehr erwünscht. Die Finanzämter müssen dann die Dokumente nicht langwierig einscannen und in ein digitales Format überführen. Papiernachweise sind nur noch auf Anfrage an das Finanzamt zu schicken. Der Papierkrieg soll auch in den Ämtern bald ein Ende haben. Drei Viertel der Steuerpflichtigen (inklusive Steuerberater) reichen die Steuererklärung schon digital ein, teilte das Bundesfinanzministerium auf FDP-Anfrage mit.

          Daniel Mohr
          Redakteur in der Wirtschaft.

          „Ihr Online-Finanzamt“ nennt sich Elster. Über diese staatliche Plattform müssen die Daten übermittelt werden. Da die Sache sich ähnlich wie die Papierformulare gelegentlich etwas kryptisch gestaltet, haben sich viele Dienstleister die Mühe gemacht, auch digitale Steuererklärungen so leicht wie möglich zu machen und über Elster an die Ämter zu schicken. In diversen Tests schneidet WISO als Anbieter am besten ab.

          Es gibt weiterhin die klassische CD, aber der Trend geht eher zum Download von entsprechenden Hilfe-Programmen, die durch die Steuererklärung führen und Tipps geben. In der Regel kosten sie weniger als 40 Euro. Ebenfalls gut abgeschnitten in Tests hat der Anbieter Smartsteuer, dessen Dienstleistung direkt über den Internetbrowser erreichbar ist. Anders als bei Elster wird nicht von den Finanzbeamten her gedacht, sondern von den Nutzern. Smartsteuer bietet spezielle Interviewführungen für Rentner, Studierende und coronabedingt auch für Kurzarbeiter. Ebenfalls an Qualität gewonnen haben Steuer-Apps wie zum Beispiel von Steuerbot, die griffig und anschaulich durch die Formulare führen.

          Ausgedruckt werden muss die Steuererklärung nicht mehr. Eine digitale Authentifizierung ist bei den meisten Anbietern möglich. Zeit bleibt für die Erklärung für 2020 übrigens länger. Die Frist wurde von Ende Juli auf Ende Oktober verlängert.

          Haben Sie Fragen rund um das Thema Geld? Bitte an Daniel Mohr unter fragdenmohr@faz.de

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