https://www.faz.net/-hbv-9jco2

Kolumne „Frag den Mohr“ : Ist die Kreditkarte von Amazon empfehlenswert?

Geldabheben kann teuer werden. Bild: dpa

Die Amazon-Kreditkarte bietet attraktive Konditionen. Aber Vorsicht vor den Fallstricken. Die Karte kann zur Kostenfalle werden.

          Für Amazon-Fans ist die Karte attraktiv. Wer Prime-Mitglied ist und regelmäßig bestellt, der profitiert seit Oktober von noch attraktiveren Konditionen der Amazon-Visa-Karte, die über die Landesbank Berlin ausgegeben wird. So gibt es für Erstkunden bis zu 70 Euro Startgutschrift und 3 Prozent Gutschrift auf jede Amazon-Bestellung. Das läppert sich für regelmäßige Besteller. Die Karte ist für Prime-Mitglieder kostenlos. Für alle Käufe mit der Karte außerhalb des Amazon-Universums gibt es 0,5 Prozent Gutschrift. Sie kann für Amazon-Käufe eingesetzt werden.

          Daniel Mohr

          Redakteur der Frankfurter Allgemeinen Woche.

          Aber auch für Prime-Kunden kann die Karte zur Kostenfalle werden. Voreingestellt ist für die Karte "Teilzahlung", eine Zahlungsweise, die als "ganz entspannt" beschrieben wird. Der Kunde zahlt monatlich nur einen Teil seiner Kreditkartenschulden. Den Rest verzinst Kartenpartner Landesbank Berlin ganz entspannt mit 14,98 Prozent. Diese Zahlungsvariante sollte der Kunde sofort auf Vollzahlung umstellen.

          Der Werbespruch "Eine für alles" könnte zudem dazu verleiten, mit der Karte Geld am Automaten abzuheben. Das geht, kostet aber 3 Prozent oder mindestens 7,50 Euro. Also auch davon Finger weg oder vorher Guthaben auf die Karte einzahlen, dann ist die Abhebung kostenlos.

          Für Nicht-Prime-Kunden lohnt sich die Sache weniger. 19,99 Euro werden vom zweiten Jahr an als Gebühr fällig, und die Gutschrift beträgt nur 2 Prozent der Amazon-Umsätze. Wer für weniger als 1000 Euro im Jahr bei Amazon kauft, der sollte eine der gebührenfreien Kreditkarten am Markt vorziehen.

          Was wollen Sie wissen?

          Daniel Mohr ist Redakteur für Finanzen und freut sich über Ihre Fragen unter fragdenmohr@faz.de

          Weitere Themen

          Die größten Börsengänge Video-Seite öffnen

          Das sind die Top 10 : Die größten Börsengänge

          Uber wird bei seinem Börsengang etwas mehr als acht Milliarden Dollar erlösen – und kommt damit nicht unter die Top 10 der größten Börsengänge. Die ersten vier Plätze belegen Konzerne aus China; aus Deutschland ist ein Unternehmen dabei.

          Topmeldungen

          Bei Twitter : Trump droht Iran

          „Wenn der Iran kämpfen will, wird dies das offizielle Ende des Iran sein“, twitterte Trump am Sonntag. Nur wenige Stunden vor dem Tweet war im Regierungs- und Diplomatenviertel der irakischen Hauptstadt Bagdad eine Rakete eingeschlagen.

          Kurz’ Zögern : Gefangen in der Ibiza-Falle

          Lange wartete Österreichs Kanzler, bis er sich zum Video von FPÖ-Chef Strache äußerte. Dabei war ihm schnell klar, dass sein Vize nicht zu halten ist. Dessen Parteifreund Gudenus soll derweil weiter Kontakt zu der vermeintlichen Oligarchennichte gehalten haben.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.