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Kurz vor Heiligabend : Lohnen sich Geschenke zu Weihnachten?

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Wenn das Präsent auch noch so schön funkelt, unter dem Strich entsteht beim Schenken ein Wohlfahrtsverlust. Bild: dpa

Klar ist es nett, sich den Kopf darüber zu zerbrechen, was den Liebsten am besten unter den Christbaum gelegt werden könnte. Doch lohnt sich das? Rein ökonomisch betrachtet ist die Antwort klar.

          Eine geschmacklose Frage, wird mancher Christ meinen. Schließlich gilt es die Freude über die Geburt von Jesus Christus mit anderen zu teilen. Kosten-Nutzen-Rechnungen sind da fehl am Platz. Oder haben die Heiligen Drei Könige nur deshalb Geschenke gebracht, um sich beim neuen König und dessen Familie in ein gutes Licht zu rücken?

          Die Antwort ist nicht überliefert. Ebenso wenig, wie viele Menschen aus egoistischen Motiven Geschenke machen, um ihre Chancen auf eine Erbschaft, Beförderung, ein gutes Geschäft oder größere eigene Geschenke zu erhöhen. Ob das Kalkül aufgeht, dazu gibt es keine Zahlen. Rein ökonomisch betrachtet, lohnen sich Geschenke jedenfalls nicht.

          Forscher haben dazu Beschenkte befragt, wie viel sie auszugeben bereit wären, wenn sie ihre Geschenke selbst hätten kaufen müssen. Ergebnis: Viele Geschenke hätte der Beschenkte selbst gar nicht gekauft. Andere hätte er höchstens für weniger Geld gekauft. Unter dem Strich entsteht also ein Wohlfahrtsverlust, da die Schenker in der Summe mehr Geld aufwenden mussten, als die Sachen den Beschenkten am Ende wert waren. Aus rationalen Gründen wären Geldgeschenke daher vorzuziehen.

          Nicht eingerechnet ist dabei jedoch die Freude, die es dem Beschenkten womöglich macht, wenn er weiß, dass jemand sich überlegt hat, was ihm gefallen könnte - auch wenn am Ende nicht ganz der Geschmack getroffen wird. Auch die mögliche Freude beim Verschenken bleibt in dieser Betrachtung außen vor.

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