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Kolumne: „Frag den Mohr“ : Außer Spesen nichts gewesen – gilt das für Fonds?

Bitte mit spitzem Stift rechnen. Bild: Picture-Alliance

Viele Fonds kosten jede Menge Geld. Die Leistung dafür ist oft dürftig.

          In der Regel lohnen sich Fonds trotz hoher Gebühren. Sonst käme die Fondsbranche in Deutschland wohl kaum auf ein verwaltetes Vermögen von knapp 3 Billionen Euro, wie es der Fondsverband BVI in seinen Jahreszahlen für 2018 mitgeteilt hat. Seit Jahren verzeichnen Fonds hohe Mittelzuflüsse: von Privatanlegern, aber insbesondere auch von Versicherern und Pensionskassen. So viele Anleger können sich nicht irren.

          Daniel Mohr

          Redakteur der Frankfurter Allgemeinen Woche.

          Viele ärgern sich aber über die Kosten beim Wertpapierkauf, zum Beispiel einen Ausgabeaufschlag von bis zu 5 Prozent, die laufenden Verwaltungskosten von oft 1,5 Prozent im Jahr und gelegentlich noch Performancegebühren. Neuerdings auch noch eine steuerliche Vorabpauschale auf einbehaltene Gewinne von Fonds (Thesaurierung), je nach Fonds Quellensteuern und natürlich die Versteuerung der Gewinne beim Verkauf.

          An den Steuern kann der Anleger nichts ändern. Die Gebühren aber sollte er unbedingt vergleichen. Indexfonds kommen ohne Ausgabeaufschlag aus und haben Verwaltungsgebühren bei Dax-Produkten von rund 0,1 Prozent. Etliche Studien zeigen, dass kaum ein Fondsmanager auf Dauer die hohen Gebühren wert ist und dem Vergleich mit ETFs daher nicht standhält.

          Wer sich allerdings mit einem gemanagten Fonds wohler fühlt, kann auch trotz hoher Kosten kräftig profitieren. Deutschlands ältester Aktienfonds, der Fondak, hat seit 1950 um 77.000 Prozent nach Abzug der Kosten zugelegt. Aus 10.000 Mark wurden so 3,9 Millionen Euro.

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