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Flugzeuge und Immobilien : Geschlossene Fonds geraten in Misere

Flugzeuge sind faszinierend – aber ein riskantes Anlageobjekt. Bild: Getty

Die Corona-Krise erschwert nicht nur den Vertrieb neuer Produkte, weil der sonst vorwiegend persönlich läuft. Auch die Erträge von mit Anlegergeld finanzierten Gewerbeimmobilien und Flugzeugen sind in Gefahr.

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          Noch im vergangenen Jahr haben geschlossene Fonds ungeachtet der hohen Risiken viele neue Abnehmer gefunden. In dem nicht enden wollenden mageren Zinsumfeld suchten diese nach einträglicheren Alternativen. Doch inmitten der Corona-Krise dürfte der Markt für neue geschlossene Fonds brach liegen. Zudem werden die wirtschaftlichen Folgen wohl auch die Renditen schon bestehender Fonds belasten, speisen sich diese doch aus Mieteinnahmen für Immobilien oder Leasingraten für Flugzeuge.

          Kerstin Papon
          (kpa.), Finanzen, Wirtschaft

          Der Vertrieb geschlossener Fonds dürfte derzeit stagnieren, da er überwiegend „offline“ erfolge, sagt Sonja Knorr, Expertin für geschlossene Fonds der Ratingagentur Scope. Bankfilialen seien geschlossen und freie Finanzvermittler ebenfalls stark in ihrer Tätigkeit eingeschränkt. Digitale Vertriebswege hingegen seien noch nicht etabliert. Was hinzukommt: Auch Anleger dürften derzeit weniger bereit sein, langfristige Investments zu tätigen, solange die Unsicherheit über weitere Entwicklungen andauere, sagt Knorr. Daher sei zu erwarten, dass der Vertriebsstart von Fonds verschoben und die Konzeption neuer Produkte generell gestoppt werde.

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