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Flugportale im Test : Wo soll ich buchen?

Ab in die Ferien! Bild: Picture-Alliance

Flugtickets sind im Netz meist billiger. Wir haben die beliebtesten Buchungsportale getestet. Die günstigsten Tickets gibt’s ausgerechnet bei einer Seite, die zum insolventen Unister-Konzern gehört.

          Ein Flug ins warme Dubai? Oder um die Ecke nach Fuerteventura? Oder gar nach Australien? Jetzt, wo es kalt wird, rücken solche Ziele auf den Beliebtheitslisten für den Weihnachts- oder Frühjahrsurlaub weit nach oben.

          Dyrk Scherff

          Redakteur im Ressort „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Nun werden wieder eifrig Flüge gebucht, im Reisebüro, auf den Internetseiten der Fluglinien, aber oft auch über Flugbuchungsportale im Internet. Bekannte Anbieter sind zum Beispiel Expedia, Opodo, Ebookers, lastminute oder Check24. Sie suchen unter den möglichen Flugverbindungen die günstigsten heraus, die der Nutzer auch gleich buchen kann. Doch die Unterschiede in den Suchergebnissen sind gewaltig. Da lohnt ein Vergleich.

          Große Preisunterschiede

          Das hat die Vielfliegerberatung First Class & More des Ex-McKinsey Beraters Alexander Koenig für die F.A.S. gemacht. Sie hat die beliebtesten 22 Flugbuchungsportale für zwölf Ziele innerhalb und außerhalb Europas getestet. Dazu gehörten etwa Bangkok, New York, Sydney und Singapur oder die Klassiker London und Paris. Getestet wurde für Flüge ab Frankfurt und München an fünf Terminen – am Wochenende, in Ferienzeiten und an normalen Wochentagen.

          Das wichtigste Kriterium in dem Vergleich war natürlich der Preis. Und da waren die Unterschiede gewaltig. Ein Flug von Frankfurt nach Miami in der First Class kostete bei einen Portal 3500 Euro, die gleiche Verbindung beim Konkurrenzportal schon 6500 Euro. Im Durchschnitt unterschieden sich die Preise auf Fernstrecken um 18 Prozent in der Economy Class, in der Premium Economy sogar um 20 Prozent, in der Business Class noch um zehn Prozent.

          Auf innereuropäischen Strecken waren die Preisdifferenzen noch größer: 32 Prozent in der Economy Class und 12 Prozent in der Business Class. Und die Preisangaben am Anfang führen regelmäßig in die Irre. Sie sind längst noch nicht der Endpreis. Für Gepäck kommt regelmäßig ein größerer Betrag hinzu. Der ist manchmal sogar höher als bei der Fluglinie selbst. Hinzu kommen weitere Gebühren.

          Unister-Seite am günstigsten

          Der Vergleich ergab, dass auf Fernstrecken ausgerechnet Ab-in-den-Urlaub.de die günstigsten Preise sowohl für Economy wie auch für Business Class ermittelte. Allerdings gehört das Portal wie auch fluege.de und Airlinedirekt zum insolventen Unister-Konzern.

          Zwar funktionieren die Portale noch einwandfrei. „Aber es müssen bei der Sicherheit der Buchung Abstriche in Kauf genommen werden. Ich würde diese daher aktuell nicht empfehlen“, sagt Alexander Koenig. Zumal sie auch noch hohe Gebühren für die Bezahlung mit Kreditkarten verlangen.

          Preislich attraktiv sind auf Fernstrecken in der Economy und Business Class auch lastminute und STA Travel, bei Premium-Economy-Tickets vor allem Govolo. Teuer sind hingegen AirnGo, TripAir und Bravofly. Auf Europa-Verbindungen sind für Economy und Business Class Govolo, opodo, Flug.de und eDreams am günstigsten, wenn man die drei Unister-Portale nicht berücksichtigt.

          Testsieger Expedia

          Aber der Preis ist nicht alles bei der Auswahl des richtigen Portals. Wichtig sind zum Beispiel auch die Suchfunktionen, die Einfachheit der Buchung und die Informationen zum gebuchten Flug. Das hat Koenig in einer Umfrage unter seinen Kunden herausgefunden. Diese sind Privatleute, die bereit sind, für Spartipps beim Buchen und Meilensammeln Geld zu bezahlen.

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