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Flüchtiger Wohlstand : Enteignung ist Diebstahl

  • -Aktualisiert am

Produktion einer Uhr von A. Lange & Söhne. Das Unternehmen gründete der Urgroßvater unseres Autors. Bild: Frank Röth

Der Großvater unseres Autors besaß einst zahllose Immobilien und war ein wohlhabender Mann. Doch gerettet haben ihn Gold – und seine Tochter.

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          Der eine oder die andere von Ihnen hat’s bemerkt, dass ich von Stuttgart nach Berlin gezogen bin. Das ist freilich nur die halbe Wahrheit, weil ich zwar in Berlin arbeite, in Wirklichkeit aber in Dresden wohne. Meine professorale Gefährtin aus dem Holsteinischen ist Direktorin eines Forschungszentrums in Dresden geworden, so dass ich nach 63 Jahren wieder in meiner Heimatstadt gelandet bin. Die Rückkehr ist mit vielen Erinnerungen an den Vater meiner Mutter verbunden, von dem ich Ihnen heute erzählen will. Er ist für mich der traurige Beweis, wie flüchtig Wohlstand ist, und es wäre schön, wenn ich Ihnen bewusst machen könnte, dass finanzielle Sicherheit auch 2020 ein frommer Wunsch bleiben wird.

          Gerhard Lange wurde 1893 in Glashütte in Sachsen geboren. Sein Großvater Adolph hat 1845 mit einem königlichen Kredit von 7800 Talern im Erzgebirge die Uhrenmanufaktur A. Lange & Cie. gegründet, und sein Vater Emil hat das Unternehmen zu Weltruhm geführt. Es ist keine Übertreibung, wenn ich Ihnen sage, dass mein Großvater mit einem goldenen Löffel im Mund auf die Welt gekommen ist. Doch was nützt aller Reichtum, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt? Der Vater meiner Mutter ging in Glashütte in die Volksschule und besuchte in Dresden die Annenschule, das Realgymnasium in der Altstadt.

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