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GLS-Bank : Schulden machen (fast) umsonst

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Die Privatkunden der GLS-Bank sollen sich demnächst für 0 Prozent Zinsen Geld leihen können. Bild: dpa

Die GLS-Bank senkt den Dispozins für alle Privatkonten auf 0 Prozent. Einen Beitrag zahlen sollen die Kunden aber trotzdem.

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          Keine Zinsen aufs Ersparte - dann dürfte die Bank eigentlich auch keine Zinsen fürs Überziehen des Kontos verlangen: So ähnlich haben sich das viele Bankkunden schon seit längerem vorgestellt. Die GLS-Bank in Bochum (das Kürzel steht für „Gemeinschaftsbank für Leihen und Schenken“) behauptet, das jetzt genau so zu machen. Für alle Privatgirokonten werde der Dispozins zum 1. November auf 0 Prozent gesenkt, teile die Bank mit. Das gelte für Beträge bis 10.000 Euro nach vorheriger Bonitätsprüfung.

          Der Zins für geduldete Überziehungen über den Dispo-Rahmen hinaus wurde auf 7,31 Prozent belassen. „An den Einlagenzinsen zeigt sich, dass kurzfristige Liquidität im Überfluss vorhanden ist, das geben wir weiter“, sagte Bankchef Thomas Jorberg. Kleiner Nachteil: Die GLS-Bank will künftig von jedem Kunden einen „GLS-Beitrag“ von 5 Euro im Monat erheben. Darüber sollen die Mitglieder am 10. Dezember abstimmen.

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