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„Finanztest“ : Viele Banken haben Dispozins deutlich gesenkt

  • Aktualisiert am

Kunden müssen weniger Dispozinsen zahlen. Bild: dpa

Viele Banken haben die Dispozinsen in den vergangenen Monaten stark gesenkt. Das hat Stiftung Warentest bekanntgegeben. Verbraucherschützer kritisieren: Die Kunden zahlen immer noch zu viel.

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          Zahlreiche Banken haben nach Angaben von Stiftung Warentest ihren Dispozins in den zurückliegenden Monaten deutlich gesenkt. Wie aus einer Untersuchung der Zeitschrift „Finanztest“ (Oktoberausgabe) hervorgeht, senkten knapp 250 von insgesamt 1504 untersuchten Banken ihren Dispozins um mindestens einen Prozentpunkt. Auch die Zahl der Banken, die auf einen Überziehungs- oder Strafzins verzichten, wächst demnach. Der Überziehungszins wird fällig, wenn das Konto über den eingeräumten Dispozins hinaus überzogen wird.

          Die Verbraucherschützer sehen dennoch weiter Anlass für Kritik. Denn die Dispozinsen stünden nach wie vor in keinem Verhältnis zu den aktuellen Zinsen. Ein fairer Dispozins müsse deutlich unter 10 Prozent liegen, forderte „Finanztest“. Am 1. August 2014 hätten noch 35 Banken einen Dispozins von 13 Prozent und mehr verlangt. Das seien aber 77 weniger als in der Untersuchung vom Vorjahr. Zudem böten manche Banken einen günstigen Dispozins nur in Verbindung mit einer hohen Kontoführungsgebühr an. Dies sei für Verbraucher eher eine schlechte Wahl, sagten die Tester.

          Dispo- und Überziehungszinsen müssen gezahlt werden, wenn ein Bankkunde kein Geld mehr auf dem Girokonto hat, es aber weiter belastet wird. Zunächst gewährt die Bank in der Regel einen Dispositionskredit - kurz: Dispokredit oder Dispo. Dieser ermöglicht eine begrenzte Überziehung. Limit sind oft zwei oder drei Monatsgehälter. Für Überziehungen in diesem Rahmen gilt der Dispozinssatz. Wird das Konto weiter überzogen, fallen Überziehungszinsen an. Diese liegen in der Regel mehrere Prozentpunkte höher.

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