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Finanzierung vom Eigenheim : So teuer kann ein Bausparvertrag werden

Bausparverträge können den Kauf eines Hauses richtig verteuern. Bild: dpa

In Zeiten niedriger Zinsen beeilt sich so mancher Anleger, in Immobilien zu investieren. Bei deren Finanzierung ist ein Bausparvertrag aber nicht unbedingt die beste Lösung.

          5 Min.

          Die Unruhe an den Finanzmärkten hat viele Privatanleger stark verunsichert. Auf der einen Seite haben sie Angst, ihr Geld zu verlieren. Auf der anderen Seite sind die Zinsen im Keller. Das sind „ideale“ Zeiten für die Verkäufer vermieteter Immobilien. Sie bestärken die Anleger in der Ansicht, nur Sachwerte wie Aktien, Gold und Immobilien seien „sichere“ Häfen und bei Kosten von 1 Prozent für Hypotheken sei die Sache klar wie Kloßbrühe: Bargeld abheben, Kredite aufnehmen und das ganze Kapital in rentable Immobilien stecken, fertig ist die Laube. Die Rechnung sieht gut aus, wenn sich die Hoffnungen erfüllen, doch hier und da liegen auch Steine im Weg, wie folgendes Beispiel verdeutlicht.

          Volker Looman
          Freier Autor in der Wirtschaft.

          Ein 55 Jahre alter Anleger hat seit Monaten rund 300.000 Euro auf dem Konto liegen. Das Geld wirft keine Zinsen ab, so dass sich der Mann zu Recht fragt, was er mit dem Kapital machen soll. Er geht wie viele Investoren davon aus, dass die Inflation in Zukunft gewaltig steigen muss, weil die hohen „Corona-Schulden“ auf natürliche Weise nicht mehr abzutragen sein werden. Der Mittfünfziger will sein Geld zehn Jahre zu den üblichen Konditionen anlegen: einfach, rentabel und sicher. Schützenhilfe bei den Überlegungen, was in solchen Lebenslagen in Frage kommt, liefern die üblichen Verdächtigen, im vorliegenden Fall ein Bauträger, die Hausbank und die Bausparkasse.

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