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Fernverkehr : Deutsche Bahn bekommt Konkurrenz

  • Aktualisiert am

Zugbegleiter des neuen Bahn-Konkurrenten „Hamburg-Köln-Express (HKX)“ Bild: dpa

Das Monopol der Deutschen Bahn schwindet weiter: Nun bekommt sie neue Konkurrenz im Fernverkehr. Der „Hamburg-Köln-Express“ (HKX) startet heute in Hamburg-Altona.

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          Die Deutsche Bahn bekommt an diesem Montag einen neuen Konkurrenten im Fernverkehr. Der „Hamburg-Köln-Express“ (HKX) fährt mindestens einmal am Tag von der Elbe an den Rhein und zurück. Um 6.35 Uhr startet der HKX in Hamburg-Altona. Zurück geht’s von Köln um 12.01 Uhr. Donnerstag bis Sonntag verkehren weitere Züge. Der Zug fährt unter anderem über Essen, Gelsenkirchen und Münster, hält aber nicht in Bremen.

          In Deutschland hat die Bahn zwar in vielen Regionen Konkurrenten im Nahverkehr. Wettbewerb auf einer Fernstrecke gibt es bisher aber nur auf der Route Leipzig-Rostock. Die HKX-Betreiber werben mit „Fahrzeiten so schnell wie der IC“ und günstigen Preisen. Die Fahrkarten werden über das Internet verkauft.

          Dynamisches Preissystem geplant

          Zum Start kostet die einfache Fahrt inklusive Reservierung zwischen 20 und 60 Euro für die ganze Strecke. Ob es 20 Euro, 50 Euro oder 60 Euro sind, hängt davon ab, für welchen Tag man bucht. Wer nur einen Teil der Strecke fährt, ist laut Werbung ab 5 Cent pro Kilometer dabei. Später soll es nach Unternehmensangaben ein dynamisches Preissystem geben.

          Hinter HKX stehen die amerikanische Firma Railroad Development Corporation, die Berliner Firma Locomore Rail und der aus Kanada stammende Investor Michael Schabas. Die Deutsche Bahn reagierte zum Start gelassen auf den Nebenbuhler. Man sei darauf eingestellt, dass Wettbewerb „der Regelfall“ sei, sagte eine Sprecherin in Berlin. „Im Regionalverkehr haben wir diesen seit über 15 Jahren und auch im Fernverkehr gibt es bereits Konkurrenz. Es ist gut, wenn unsere Kunden auch im Fernverkehr vergleichen können.“

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