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Fehler im Testament : Vererben wie Ludwig van Beethoven

  • -Aktualisiert am

Ludwig van Beethoven: Der Komponist hinterließ nicht nur zahlreiche Kompositionen, sondern auch mehrere Testamente. Bild: Fine Art Images

Der Komponist verfasste sein erstes Testament schon im Alter von 32 Jahren, und es sollte nicht sein letztes sein. Doch ihm unterliefen juristische Fehler.

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          Er galt schon früh als ganz großes Talent, feilte akribisch an jeder Note, und seine neunte Sinfonie ist das wohl populärste Werk der klassischen Musik: der Komponist Ludwig van Beethoven. Er verfasste mehrere Testamente, die sich wie Briefe an die Nachwelt lesen.

          Beethoven stirbt am 26. März 1827 nach mehrmonatigem Leiden im Alter von 56 Jahren. Seit einer Fahrt in offener Kutsche vom Landgut seines Bruders Johann hat er eine Lungenentzündung, von der er sich nicht mehr erholt. Beethoven hinterlässt ein einzigartiges Werk, darunter Sinfonien, Klavierkonzerte und Kammermusik – sowie mehrere Testamente. Das erste, das „Heiligenstädter Testament“, schreibt er schon mit 32 Jahren. Es ist zugleich ein Brief, adressiert an seine beiden Brüder, in dem er seine Entschlossenheit formuliert, seinem Leben wegen des fortschreitenden Hörverlusts ein vorzeitiges Ende setzen zu wollen. Beethoven leidet schon damals unter Schwerhörigkeit mit Hochtonverlust, quälenden Ohrgeräuschen, Verzerrungen und einer Überempfindlichkeit für Schall. Die Ärzte prognostizieren ihm ein völliges Ertauben. „Nur die Kunst, sie hielt mich zurück“, schreibt er.

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