https://www.faz.net/-gv6-7pfpn

Lebensmittelverschwendung : Fällt für Nudeln das Haltbarkeitsdatum?

  • Aktualisiert am

„Mindestens haltbar bis“ - dieser Hinweis könnte für trockene Pasta bald entfallen. Bild: Dorling Kindersley

Millionen Tonnen Lebensmittel werden jedes Jahr weggeworfen, obwohl sie noch genießbar sind. Mehrere EU-Staaten wollen deshalb nun das Mindesthaltbarkeitsdatum für Nudeln, Reis und Kaffee abschaffen.

          1 Min.

          Mehrere EU-Staaten wollen laut einem Zeitungsbericht im Kampf gegen Lebensmittelverschwendung das Mindesthaltbarkeitsdatum für Nudeln, Reis, Kaffee und andere lange haltbare Nahrungsmittel abschaffen. Die Niederlande und Schweden hätten vorgeschlagen, die Liste der Lebensmittel auszuweiten, für die nach EU-Recht kein Mindesthaltbarkeitsdatum angegeben werden muss, Deutschland unterstütze den Vorstoß. Das berichtet die „Bild“-Zeitung unter Berufung auf ein Papier des EU-Rates für die Sitzung der EU-Landwirtschaftsminister an diesem Montag (19.5.) Umweltschutzorganisationen wie Greenpeace fordern solche Maßnahmen seit längerem.

          Nach Angaben des Handelsverbandes Deutschland (HDE) könnte der Verpackungsaufdruck „Mindestens haltbar bis“ demnach künftig für Tee, Kaffee, Reis, trockene Pasta und Hartkäse entfallen. Bereits heute ist er für einige Lebensmittel wie Zucker, Salz oder Essig nicht erforderlich.

          „Das ist ein sinnvoller Schritt, um Lebensmittelabfälle zu verringern“, sagte HDE-Geschäftsführer Kai Falk der Zeitung. „Oft werden Lebensmittel einfach aus Unsicherheit weggeworfen. Viele Verbraucher verwechseln das Mindesthaltbarkeitsdatum mit dem Verfallsdatum.“ Allein in der EU werden dem Bericht zufolge jährlich 89 Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Der Zug ist abgefahren: Verkehrsminister Scheuer konnte sich nicht für eine weitere Amtszeit empfehlen.

          Verkehrspolitik : Scheuer aufs Abstellgleis

          Verkehrsminister Andreas Scheuer hat vieles vergeigt – und manches bewegt. Fest steht: In der nächsten Legislaturperiode muss sich einiges ändern. Es braucht einen Neustart in der Verkehrspolitik.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.