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Ausstand in Berlin am Montag : Diese Rechte haben Fluggäste bei Streiks

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Eine Anzeigetafel weist im Terminal des Flughafens Schönefeld (Brandenburg) im Jahr 2017 auf streikbedingt gestrichene und umgeleitete Flüge hin. Bild: dpa

Die wichtigsten Fakten für Flugreisende anlässlich des Ausstandes an den Berliner Flughäfen am Montagmorgen.

          An den Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld streikt am Montagmorgen das Sicherheitspersonal. „Wir gehen davon aus, dass gerade in den Morgenstunden viele Flüge deswegen ausfallen“, sagte ein Flughafensprecher am Sonntag. Auch nach Streikende sei mit Auswirkungen zu rechnen. Der Sprecher riet Reisenden, sich vor der Fahrt zum Flughafen bei den Airlines zu erkundigen. Was Fluggäste außerdem bei Streiks beachten sollten:

          Informationen: Erster Ansprechpartner für Flugreisende ist immer die Fluggesellschaft, bei Pauschalreisen ist es der Reiseveranstalter. Auch der jeweilige Flughafen bietet auf seiner Internetseite ausführliche Informationen über die aktuellen Abflug- und Ankunftszeiten. Bei Informationen aus dem Internet ist es sinnvoll, sich diese auszudrucken, um später einen Beleg zu haben.

          Stornieren oder Umbuchen: Einen streikbedingt gestrichenen Flug kann der Kunde stornieren, er bekommt dann sein Geld zurück. Wer trotzdem fliegen will, hat Anspruch auf einen späteren Flug. Das kann aber dauern, bis der Streik vorbei ist – und auch länger, da ein Rückstau entstehen kann. Ist ein Ersatzflug erst am kommenden Tag oder später möglich, muss die Airline Übernachtungen und Transfers zum Hotel bereitstellen. Bei einer Pauschalreise muss der Reiseveranstalter für eine Ersatzbeförderung sorgen.

          Verspätung: Bei Flügen bis zu 1500 Kilometern haben Fluggäste ab zwei Stunden Verspätung Anspruch auf Betreuungsleistungen – also Telefonate, Getränke, Mahlzeiten und gegebenenfalls eine Übernachtung im Hotel. Bei einer Strecke von 1500 bis 3500 Kilometern gibt es Unterstützung nach drei Stunden, ab 3500 Kilometern nach vier Stunden.

          Pünktlichkeit: Auch bei einer großen absehbaren Verspätung sollten Passagiere immer zur ursprünglichen Abflugzeit am Flughafen sein. Es besteht sonst die Gefahr, dass die Fluggesellschaft doch früher einen Ersatzflug anbieten kann und Reisende ihn dann verpassen.

          Entschädigung: Bei Annullierung, Überbuchung oder Verspätung ab drei Stunden haben Passagiere zwar laut EU-Verordnung Anspruch auf eine Entschädigung von bis zu 600 Euro – aber nur, wenn kein „außergewöhnlicher“ Umstand daran schuld ist. Die Fluggesellschaften werten Streiks aber ebenso wie miserables Wetter als außergewöhnlichen Umstand. Entschädigungen gibt es daher nicht. Verbraucherschützer haben an dieser Sichtweise allerdings rechtliche Zweifel.

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