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Die Vermögensfrage : Wie vererbe ich ein Depot?

Beim Vererben geht es um die Sicherung von Vermögen für die nächste Generation. Bild: Westend61 / vario images

In einer Erbengemeinschaft kann das Aufteilen der Erbmasse manchmal kompliziert werden. Was immer hilft, ist ein Testament – und klare Ansagen.

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          Der Tod ist ein Thema, mit dem man sich nicht gerne beschäftigt. Hilft aber nichts, irgendwann erwischt er alle. Ein Erbe ist ja in vielen Fällen nicht einfach nur ein willkommener Geldregen für die Nachkommen, sondern geht mit der Hoffnung einher, Erschaffenes in gute Hände zu legen oder mit dem Nachlass ein finanzielles Polster zu schaffen. Letzteres ist vor allem dann wichtig, wenn der Verstorbene noch Kinder zu versorgen hat. Erbe kann für Streit sorgen. Bei Geld hört die Freundschaft bekanntlich auf. Bei Familie geht es meist noch ärger zu. Jährlich werden rund 400 Milliarden Euro vererbt. Das ist eine Hausnummer. In der Geschichte hier soll es speziell um das Vererben von Aktiendepots gehen.

          Inken Schönauer
          Redakteurin in der Wirtschaft, verantwortlich für den Finanzmarkt.

          Das Vererben eines Depots kann leicht oder kompliziert sein. Einfach ist es vor allem dann, wenn Einigkeit besteht. Dabei hilft es, Alleinerbe zu sein. Alleinerben können über alles verfügen, was an Erbmasse da ist. „Die Banken brauchen einen eindeutigen Nachweis über den oder die Erben“, sagt Tobias Ensberg von der Fondsgesellschaft Union Investment. Das kann, das muss aber nicht der Erbschein sein. Der Erbschein nämlich kann durchaus einiges kosten, weshalb so mancher davor zurückschreckt. Er ist also nicht obligatorisch, aber dann doch nötig, wenn nicht ganz klar ist, wer eigentlich alles erbt. Wie das nicht klar sein kann? „In Testamenten kommt“, so Ensberg, häufig folgende Formulierung vor: „Ich vererbe mein Vermögen an meine Kinder. Das sind zum jetzigen Zeitpunkt X und Y.“ Tja. Und da kann’s dann schwierig werden. Die Bank führt sicher kein Buch darüber, wie viele Kinder die Kunden nach dem Verfassen ihres Testaments noch gezeugt oder geboren haben. Wenn es aber zu einer Auszahlung gekommen ist und es tauchen danach noch weitere Erbberechtigte auf, dann hat die Bank oder die Fondsgesellschaft ein echtes Problem. „Dann entstehen nämlich Schadenersatzansprüche“, sagt Ensberg. Deswegen achten Banken penibel auf die Eindeutigkeit, die oftmals nur mit einem Erbschein ins Haus kommt.

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