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Betriebsrenten : Zusatzrente vom Chef

Bleibt mehr Geld von der Betriebsrente? Bild: dpa

Die Regierung macht Betriebsrenten attraktiver: Künftig werden weniger Krankenkassenbeiträge fällig. Vier Millionen Rentner dürfen sich freuen. Und was ist mit dem Rest?

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          Es war ein jahrelanger Streit, doch nun könnte er bald beigelegt werden. Von Betriebsrenten werden bisher fast 20 Prozent für die Kranken- und Pflegeversicherung abgezogen – eine Einbuße, die viele Rentner in ihrer Finanzplanung nicht berücksichtigt haben. Als schreiend ungerecht empfinden viele Rentner diese Abzüge, schließlich seien die Renten aus Einkommen gebildet worden, die schon einmal mit Sozialabgaben belastet worden seien. Sogar das Bundesverfassungsgericht musste schon darüber entscheiden, monierte die Regelung aber nicht. Jetzt wurde eine Entlastung von Januar an beschlossen.

          Dyrk Scherff
          Redakteur im Ressort „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          In diesen Tagen soll der Gesetzentwurf von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) das Kabinett passieren, Ende November den Bundestag. Er sieht vor, dass künftig 159,25 Euro Betriebsrente im Monat von Krankenkassenbeiträgen verschont werden. Darüber sind weiter die vollen Beiträge zu zahlen, also nicht nur die Hälfte wie bei den gesetzlichen Renten. Von 2020 sind das 14,6Prozent zuzüglich eines kassenabhängigen Beitrags, der dann durchschnittlich 1,1 Prozent betragen wird. Durch den neuen Freibetrag können Betriebsrentner maximal 300 Euro mehr Rente im Jahr bekommen. Vier Millionen Menschen werden nach Angaben des Gesundheitsministeriums durch den Freibetrag entlastet.

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