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Ungünstige Tarife : Bausparkassen beraten am Kunden vorbei

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Die Deutschen bauen weiter und werden oft falsch beraten. Bild: dpa

Ungünstige Tarife oder überhöhte Bausparsummen: Deutschlands Bausparkassen beraten laut einer Untersuchung zu oft am Kunden vorbei. Lediglich ein Institut wird mit „gut“ bewertet.

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          Die Bausparkassen haben in der Niedrigzinsphase einen schweren Stand. Zunächst haben sie Hunderttausende von hochverzinsten Altverträgen gekündigt und damit viele Kunden verärgert, nun schneiden sie in der Beratung auffallend schlecht ab. Die „Stiftung Warentest“ teilte am Dienstag mit, dass Bausparkassen am Bedarf der Kunden vorbei beraten. Sie empfählen ungünstige Tarife, überhöhte Bausparsummen, extreme Tilgungsbeiträge oder Sparpläne mit zu hohem Sparguthaben.

          Als schwersten Fehler werfen die Verbraucherberater zu hohe Bausparsummen vor. Dadurch sei die Zuteilung in jedem vierten Angebot im Test mindestens ein Jahr zu spät erfolgt, mitunter seien es sogar fünf bis 15 Jahre gewesen. Kunden müssten dann ihre Pläne verschieben oder bis zur Zuteilung einen teuren Zwischenkredit aufnehmen. Die Warentester bemängeln zudem die „absurd hohen Tilgungsbeträge“, die einige Berater vorgeschlagen hätten.

          Sie verweisen auf Darlehen, die in drei bis sechs Jahren zurückgezahlt werden müssen – im Extremfall mit mehr als 2000 Euro pro Monat und Tilgungssätzen von 18 bis über 30 Prozent im Jahr. Als bedenklich stuft Stiftung Warentest auch die meist zu hohen oder zu niedrigen monatlichen Sparraten in den Bausparangeboten ein. In drei von vier Angeboten sei die Sparrate viel höher oder niedriger als der tarifliche Regelsparbeitrag gewesen.

          In dem Test für die Zeitschrift „Finanztest“ überzeugte nur eine von 16 Bausparkassen. Die Landesbausparkasse Schleswig-Holstein erreichte ein „gut“. Die Alte Leipziger schnitt mit „befriedigend“ ab. Neun weitere Institute waren „ausreichend“, drei berieten „mangelhaft“.

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