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Minus 30 Prozent in 5 Tagen : Der Irrsinn mit der Tesla-Aktie

  • -Aktualisiert am

Hier fließt der Strom: Ein Tesla an einer „V3-Superladestation“ in Berlin Bild: Reuters

Die Aktie des Elektroauto-Bauers ist ein Zocker-Wert. Sie ist nichts für solide Anleger.

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          Minus 30 Prozent in einer Woche: Was bei normalen Aktien ein Erdbeben auslösen würde, ist für die Tesla-Aktie nichts Besonderes. Sie ist ja in diesem Jahr auch schon zeitweise um 400 Prozent gestiegen. Das Papier des Elektroauto-Bauers ist ein Zocker-Wert und nichts für solide Anleger. Denn solch heftige Kurseinbrüche können immer passieren, schließlich ist die Bewertung so astronomisch unvernünftig in die Höhe geschossen wie bei nur wenigen Titeln dieser Größe. Wer die Nerven für solche Kursbewegungen hatte und zum richtigen Zeitpunkt gekauft hat, konnte bisher richtig gut verdienen. Er muss aber immer befürchten, dass die Gewinne auch schnell wieder zusammenschmelzen.

          Für ein langfristiges Aktieninvestment taugt Tesla deswegen nicht. Es ist noch gar nicht lange her, da wurde über eine Insolvenz spekuliert, weil der Pionier es nicht schaffte, Gewinne mit seinen Wagen zu erwirtschaften. Das hat sich nun geändert. Und ja, Tesla hat noch die Führungsrolle in der E-Mobil-Welt inne. Aber das rechtfertigt bei weitem keine Börsenbewertung von rund 350 Milliarden Dollar – mehr als jeder andere Autohersteller der Welt. Der Weltkonzern Volkswagen, der das Mehrfache an Autos produziert, bringt es gerade einmal auf 30 Milliarden Euro.

          Tesla wird kein Monopolist bei Elektroautos. Und auch nicht in der Technologie des autonomen Fahrens, der zweiten Revolution, in der das Unternehmen mit führend ist. Alle Autohersteller forschen daran und bringen auch alle gerade neue Elektromodelle auf den Markt. Tesla wird immer mehr Konkurrenz bekommen, dann wird sich zeigen, ob die qualitativ wenig überzeugenden Wagen noch führend bleiben.

          Tesla

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          Mit Nikola wächst zudem ein weiterer Elektro-Wettbewerber heran, zumindest im Bereich der Pick-ups und Lastwagen, in dem Tesla auch vorne mitmischen will. Die in der vergangenen Woche angekündigte Kooperation von Nikola und dem Veteranen General Motors sollte Tesla-Chef Elon Musk als Warnzeichen nehmen. Für die Börse war es einer der Gründe, warum Tesla-Aktien unter Druck gerieten.

          Dyrk Scherff

          Redakteur im Ressort „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

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