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Das große Shoppen : Nase zu und durch

  • -Aktualisiert am

Bild: Getty

Mit süßen Düften und Dudelmusik wollen Händler uns verführen. Dagegen kann man sich kaum wehren.

          6 Min.

          Ein junger Mann kommt aus dem Staunen kaum heraus. Im Supermarkt sieht er volle Regale, bunte Verpackungen, aufeinanderliegende Äpfel neben Ananas, Bananen und Orangen. In der Fernsehserie „Deutschland 83“ ist Martin Rauch, ein Spion aus dem Osten Deutschlands, das erste Mal in einem Supermarkt im Westen. Er wirkt wie der ideale Kunde nach dem Wunsch jedes Einzelhändlers: Er geht ohne feste Routinen oder einen Einkaufsplan durch das Geschäft, sein Blick richtet sich auf alle Waren. Irgendwie kann er nicht fassen, was er alles sieht.

          Jan Hauser

          Redakteur in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Die Realität im Supermarkt ist allerdings viel trister als im Film, der in den 1980er Jahren spielt. Das Erstaunen ist dem Alltag gewichen. Die Kunden versetzt in aller Regel weder der Gang an den Regalen entlang in Aufregung, noch sind sie von der Ware überrascht. Da müssen die Verkäufer schon mit allerlei Kniffen nachhelfen, um den Besucher länger in ihren Räumen zu halten und zum Geldausgeben anzuregen.

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