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Corona-Auswirkungen : Junge Leute plagen Existenzängste

Keine Kunden, keine Kohle: Dass die Gastronomie in diesem Jahr lange gar nicht oder nur eingeschränkt öffnen durfte, spüren vor allem junge Leute. Bild: dpa

Weil Bars, Cafés und Kinos geschlossen sind, haben viele junge Leute gerade keinen Job. Inzwischen sind ihre Sorgen viel größer als die von Älteren.

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          Die Corona-Pandemie führt inzwischen vor allem für jüngere Deutsche zu Einkommensverlusten. In einer am Mittwoch vorgelegten Umfrage der Postbank aus dem November gaben 27 Prozent der Befragten zwischen 16 und 29 Jahren an, dass sie Einkommen einbüßten. In einer Umfrage im Mai hatte der Anteil noch bei knapp 20 Prozent gelegen.

          Tim  Kanning

          Redakteur in der Wirtschaft.

          7 Prozent der Befragten unter 30 gaben sogar an, dass ihre Einkommenskürzungen existenzbedrohend seien – im Vergleich zu gerade einmal 0,8 Prozent im Frühjahr. Unter den Befragten aller Altersklassen sprechen nur 2,1 Prozent von existenzbedrohenden Kürzungen; was sogar etwas weniger sind als in der Frühjahrsumfrage. Unverändert sind vier Prozent der Deutschen von erheblichen Einbußen betroffen.

          Hintergrund dürfte sein, dass viele Schüler und Studenten ihr Geld in Restaurants, Bars und anderen Freizeiteinrichtungen verdienen, die wegen der Corona-Beschränkungen ganz oder teilweise geschlossen sind. „In den von den Schließungen betroffenen Betrieben arbeiten überdurchschnittlich häufig unter 30-Jährige“, sagt Marco Bargel von der Postbank. Für sie stammten in der Regel fünf bis zehn Prozent des Gehalts aus Trinkgeldern, die auch bei der Berechnung des Kurzarbeitergeldes nicht berücksichtigt würden.

          Die Sorgen drücken auch auf den Optimismus der jungen Leute: Während 2019 noch 87 Prozent von ihnen davon ausgingen, dass sich ihre finanzielle Situation positiv entwickeln werde, sind heute nur noch 69 Prozent der Befragten davon überzeugt.

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