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Hohe Spritpreise : Benzindiebe gehen um in Deutschland

Ob an der Tankstelle oder durch Anbohren des Tanks – Spritdiebe gehen in Deutschland um. Bild: ZB

Die hohen Benzinpreise sind nicht nur an der Tankstelle ärgerlich – es wird auch lukrativer, Sprit zu klauen. Die Polizei warnt inzwischen vor Benzindiebstählen in ungekanntem Ausmaß. Bei den Ermittlungen sind die Beamten meist machtlos.

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          Diese Preise schmerzen Autofahrer: Etwa 1,45 Euro kostet momentan der Liter Diesel, Normalbenzin ein paar Cent mehr. So teuer war Tanken lange nicht. Und die Aussichten sind düster. Da der Rhein so wenig Wasser führt und die Tankschiffe nur halb beladen fahren, wird das Benzin mancherorts sogar knapp. Selbst wenn der Nachschub fließt, so schnell werden die Spritpreise nicht fallen.

          Bettina Weiguny

          Freie Autorin in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Dies führt zu einem unangenehmen Nebeneffekt: Der Dieselklau wird für Kriminelle attraktiver; erst recht für moralisch ungefestigte Menschen, die sich die Tankfüllung auf die krumme Tour beschaffen. Deutschland wird so zum Anziehungspunkt für Benzindiebe, die quer durch die Republik ihr Unwesen treiben. Da wird an der Tankstelle die Zeche geprellt, heimlich der Tank von Lastwagen abgesaugt. Oder der Bagger auf einer Baustelle zur Ader gelassen. Ein Schaden von mindestens sieben Millionen Euro entstehen laut Bundeskriminalamt alleine den Tankstellen dadurch im Jahr. Und je höher der Spritpreis, desto dreister die Diebe.

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