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Briefmarken-Auktion : Millionen für die Sammlerstücke von Erivan Haub

Alte Briefmarken sind bei Sammlern begehrt. Bild: Frank Röth

Die Briefmarkensammlung des verstorbenen Tengelmann-Unternehmers Erivan Haub wird versteigert. 2500 Marken wurden verkauft – darunter echte Sammlerstücke.

          3 Min.

          Es ist die spektakulärste Veräußerung von Postwertzeichen seit langem. Ein Netzwerk aus Auktionshäusern in aller Welt versteigert derzeit die Briefmarkensammlung des verstorbenen Milliardärs und Tengelmann-Unternehmers Erivan Haub. 30 Auktionen in Wiesbaden, Stockholm, Zürich und New York sind angesetzt, um die 8000 zum Teil sehr wertvollen Marken aus 70 Alben an neue Eigentümer zu bringen. Diese Alben nehmen zusammen etwa zehn laufende Regalmeter ein. Angefangen hat der Versteigerungsmarathon vor rund einem Jahr. Jetzt sind 2400 der 8000 Marken verkauft – aber zu Ende ist der Mammutbriefmarkenverkauf noch lange nicht.

          Christian Siedenbiedel

          Redakteur in der Wirtschaft.

          „Zum Teil wurde das Doppelte von dem erzielt, was Erivan Haub vor vielen Jahren für die Briefmarken gezahlt hatte“, erzählt Dieter Michelson vom Auktionshaus Heinrich Köhler in Wiesbaden, dem deutschen Vertreter im Auktionshaus-Netzwerk, das zugleich das älteste Briefmarken-Auktionshaus Deutschlands ist. Gegründet wurde es 1913. Einzelne Briefmarken gingen für mehr als eine Million Euro weg, manche immerhin für mehrere hunderttausend. Auch wenn das Sammeln von Briefmarken bei Jugendlichen heute nicht mehr so beliebt ist wie in den 60er oder 70er Jahren und die alten Sammler immer weniger werden, sind besondere Raritäten unter den Briefmarken international offenbar weiter gefragt.

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