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Auch in Krisenzeiten : Club der Millionäre wächst

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Auch im wachstumsstarken Deutschland stieg die Zahl der Millionäre um rund 3 Prozent auf über 950.000. Bild: REUTERS

Daran ändern alle Krisen nichts: Die Gruppe der Reichen wächst, immer mehr Menschen haben Millionen im Depot - vor allem in Fernost. Doch die alten Millionäre haben viel Geld verloren.

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          Die Zahl der Millionäre nimmt immer weiter zu: Obwohl die Staatsschuldenkrise in Europa oder die Naturkatastrophe in Japan die Wirtschaft weltweit bremsten, stieg die Zahl der Reichen 2011 leicht um 0,8 Prozent. Das geht aus dem am Dienstag in Frankfurt vorgelegten Wohlstandsbericht des Beratungsunternehmens Capgemini und der Royal Bank of Canada hervor. Rund 11 Millionen Menschen und damit etwa jeder 636. Weltbürger verfügten demnach über ein Finanzvermögen von jeweils mehr als einer Million Dollar. So viele Millionäre gab es noch nie.

          Überdurchschnittliche Zuwächse vermeldete Capgemini aus dem wachstumsstarken Deutschland: Die Zahl der Millionäre stieg um rund 3 Prozent auf über 950.000. Damit leben nur in den Vereinigten Staaten und in Japan mehr Reiche als hierzulande. Mehr als jeder zweite (53,3 Prozent) Millionär kommt aus einem dieser drei Länder. Die Studie berücksichtigt Menschen, die mehr als eine Million Dollar (derzeit rund 793.000 Euro) Finanzvermögen haben - Werte wie etwa selbstgenutzte Immobilien, Luxusautos oder Kunstschätze bleiben außen vor.

          Nur in Nordamerika ist der Millionärsclub geschrumpft

          Allerdings gingen die Turbulenzen an den Finanzmärkten im vergangenen Jahr auch an den Superreichen nicht spurlos vorüber. Das finanzielle Vermögen des Geldadels nahm nach zwei Jahren satten Wachstums auch in Folge der Schuldenkrise in Europa um 1,7 Prozent ab. Mit 42 Billionen Dollar haben die Reichen zwar binnen eines Jahres 700 Milliarden Dollar verloren - sie haben aber immer noch gut 9 Billionen mehr als im Finanzkrisenjahr 2008. Geschrumpft ist der Millionärsclub einzig in Nordamerika, wo mit 3,35 Millionen 1,1 Prozent weniger Millionären lebten als ein Jahr zuvor. Die Boom-Region Asien-Pazifik legte hingegen nochmals zu und beheimatet nun nach den Angaben erstmals mehr Superreiche als Nordamerika.

          Die europäische Finanzelite war bereits im vergangenen Jahr von China & Co. überflügelt worden. Auch wenn in Asien inzwischen mehr Wohlhabende leben - insgesamt ist das Vermögen der Reichen nirgendwo so groß wie in Nordamerika: 11,4 Billionen Dollar. Der Geldadel in der Region Asien/Pazifik kommt auf ein anlagefähiges Vermögen von 10,7 Billionen Dollar. Mit 4,9 Prozent besonders stark sank das Finanzvermögen der Ultrareichen mit mehr als 30 Millionen Dollar, sagte Klaus-Georg Meyer, Leiter Banking bei Capgemini Consulting in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Diese Gruppe lege einen Teil ihres Geldes besonders riskant an - und musste deshalb einen Teil des Gewinns von 11,5 Prozent aus dem Vorjahr wieder abgeben.

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