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Arbeit in Deutschland : Wenn mehr brutto zu weniger netto führt

Alles nur Augenwischerei? Für Arbeitnehmer lohnen sich Gehaltserhöhungen nicht unbedingt. Bild: dpa

Das Dickicht aus Sozialleistungen macht Mehrarbeit oft nicht lohnenswert. Und eine Gehaltserhöhung bringt oft nur ab mehreren hundert Euro im Monat etwas. Auch ein neues Gesetz schafft kaum Abhilfe.

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          Wer mehr arbeitet, muss am Monatsende auch mehr Geld in der Tasche haben. Auf diese Gleichung können sich alle leicht einigen. Das Problem: In der Praxis geht die Gleichung häufig nicht auf. Grund ist das völlig unabgestimmte Zusammenspiel von Sozialleistungen, Sozialversicherungsbeiträgen und Steuern. „Bei Alleinerziehenden mit Kindern und einem Bruttoeinkommen zwischen 1700 und 2350 Euro sinkt das Nettoeinkommen mit jedem hinzuverdienten Euro. Mehr brutto führt also zu weniger netto“, hat Andreas Peichl vom Münchener Ifo-Institut schon vor mehreren Monaten ausgerechnet.

          Johannes Pennekamp

          Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaftsberichterstattung, zuständig für „Die Lounge“.

          Doch nicht nur Alleinerziehende, auch Paare mit und ohne Kinder sowie Single-Haushalte sind davon betroffen. Abhilfe schaffen sollte eigentlich das aktuell vom Familien- und Sozialministerium vorangetriebene „Starke-Familien-Gesetz“. Doch es wird in der Praxis kaum etwas ändern, zeigt eine Studie zweier Forschungsinstitute.

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