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Anleitung zum Leerverkauf : So wetten Sie gegen den Markt

Fallhöhe aufgebaut: Dax-Kurve auf einem Kurschart an der Frankfurter Börse Bild: dpa

Die Nervosität an der Börse steigt und Profi-Spekulanten schicken die Kurse undurchsichtiger Unternehmen in den Keller. Auch Privatanleger können auf fallende Notierungen setzen und zum Mini-Leerverkäufer werden. Das ist aber weit riskanter als der Besitz von Aktien.

  • -Aktualisiert am
          7 Min.

          Wenn Profi-Leerverkäufer für Wirbel an der Börse sorgen, geschieht das oft zum Leidwesen von Privatanlegern, die gar nicht so schnell aussteigen können, wie die Kurse einbrechen. Mag sein, dass die Attacken umtriebiger Hedgefonds mit ihren düsteren Pseudonymen wie Muddy Waters, Hindenburg, Viceroy oder Gotham City auf überbewertete Unternehmen aus volkswirtschaftlicher Sicht etwas von einem reinigenden Gewitter haben, weil sie verhindern, dass die Blase sich noch weiter ausdehnt. Das sagen jedenfalls Ökonomen.

          Mark Fehr

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Doch die Gewinne der Short-Spekulanten, die auf fallende Kurse setzen, gehen zwangsläufig zu Lasten der Anleger auf der Long-Position, also der Eigentümer der jeweiligen Aktie. Wer diesem Spiel nicht immer wieder tatenlos zusehen will, kann schon mit seinem handelsüblichen Online-Depot selbst zum Mini-Leerverkäufer werden und an fallenden Bewertungen verdienen. Das sollten aber nur Privatanleger tun, die bereit sind, sich ständig mit der Börse zu beschäftigen, um jederzeit handeln zu können. Wer sich stattdessen täglich um Job und Familie kümmern muss, sollte von solchen Spielarten Abstand nehmen und seine klassischen Sparpläne oder Investments in Aktienfonds weiterlaufen lassen. Das ist auf jeden Fall die nervenschonendere Geldanlage.

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