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Allianz-Vorstand Zimmerer : „Was die EZB tut, schadet der Altersvorsorge“

  • Aktualisiert am

Scharf kritisiert: die Europäische Zentralbank in Frankfurt Bild: dpa

Die Pläne der EZB, in großem Stil Staatsanleihen aufzukaufen, werden von vielen scharf kritisiert. Auch Allianz-Vorstandsmitglied Zimmerer hält sie im F.A.S.-Interview für schädlich: Langfristiges Sparen lohne so kaum noch.

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          Maximilian Zimmerer, Vorstandsmitglied des Versicherungskonzerns Allianz, hält die jüngsten Beschlüsse der Europäischen Zentralbank zum Kauf von Staatsanleihen für schädlich. „Was die Zentralbank tut, schadet der Altersvorsorge“, sagte er der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.  „Es lässt mich zunehmend verzweifeln: Langfristiges Sparen lohnt kaum noch, und damit entsteht eine große Gefahr für künftige Rentner.“

          Bei dem aktuell sehr niedrigen Zinsniveau sei das Anleihekaufprogramm nahezu wirkungslos, es sei denn, das Ziel sei eine weitere Abschwächung des Euro. Die Maßnahmen der Zentralbank führten zu einem niedrigeren Angebot an Anleihen, das führe wiederum zu noch weiter sinkenden Zinsen. „Wo ist da der Sparanreiz? Diese Entwicklung kann nicht nachhaltig sein“, sagte Zimmerer der F.A.S. „Unser gemeinsames Ziel in Europa muss es sein, die hohen Staatsschulden zu verringern.“  Gerade Privatanleger hätten  nur wenig Möglichkeiten, sich gegen die Nullzinspolitik der EZB zu wehren.

          Aktien seien ein Weg auszuweichen. „Aktien scheinen mir nicht überbewertet“, sagte Zimmerer der F.A.S. „Ich sehe noch deutliches Potential und kann aktuell nichts erkennen, was einen Kursanstieg bremsen sollte – am ehesten politische Schocks: die Russland-Ukraine-Krise, die Wahlen in Griechenland und Großbritannien. Aber solche Ereignisse wirken meist nur kurzfristig auf die Börse.“

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