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Zugunsten des Familienfriedens : Jeder dritte Deutsche würde auf sein Erbe verzichten

Familienfriede oder Erbe? Die Entscheidung fällt nicht immer leicht. Bild: Getty

In Familien gibt es gute Gründe für die Bitte, eine Erbschaft auszuschlagen. Doch große Vermögen wecken Begehrlichkeiten.

          3 Min.

          In Deutschland werden immer größere Vermögen vererbt. Bis zu 400 Milliarden Euro sollen es Jahr für Jahr hierzulande in diesem Jahrzehnt sein. Dies ergibt eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung. Im Gegensatz zu früheren Prognosen von 200 bis 300 Milliarden Euro wurden hier auch regelmäßiges Sparen und Wertsteigerungen berücksichtigt.

          Kerstin Papon
          Redakteurin in der Wirtschaft.

          Angesichts solcher Summen erscheint es um so erstaunlicher, dass im Durchschnitt mehr als ein Drittel der Deutschen offenbar auf das ihnen zustehende Erbe verzichten würde, sollte die Familie sie darum bitten. Die augenfälligsten Beispiele für einen möglicherweise sinnvollen Verzicht dürften kleine landwirtschaftliche Betriebe und andere familiengeführte Unternehmen sein oder auch alte, erhaltenswerte Immobilien, die durch Aufteilung und Auszahlung in ihrem Bestand bedroht wären. Dabei ist ein solcher Verzicht wohl vor allem für männliche und mittelalte Bundesbürger vorstellbar. Ein höheres Bildungsniveau fördert ebenfalls eine gewisse Genügsamkeit. Dies jedenfalls sind Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage der Postbank, die der F.A.Z. exklusiv vorliegt.

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