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Mehr Geld : Erste Zahlungen für Mütterrente ab Mitte August

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Für ältere Mütter gibt es bald eine höhere Rente. Bild: dpa

Wer seine Kinder vor 1992 geboren hat, kann sich schon in ein paar Wochen über eine höhere Rente freuen. Die sogenannte Mütterrente bringt den Frauen etwa 29 Euro mehr pro Kind.

          Die rückwirkende Auszahlung der verbesserten Mütterrente für ältere Frauen startet in den nächsten Wochen. „Die ersten Nachzahlungen kommen Mitte August“, sagte ein Sprecher der Deutschen Rentenversicherung Bund am Mittwoch auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa in Berlin. Die Nachberechnung für alle Betroffenen werde aber erst zum Jahresende abgeschlossen sein.

          Die verbesserte Mütterrente gilt seit 1. Juli - und zwar für die rund 9,5 Millionen Frauen, deren Kinder vor 1992 zur Welt kamen. Auch etwa 200.000 Männer profitieren davon. Die Betroffenen erhalten einen zusätzlichen Rentenpunkt gutgeschrieben. Pro Kind sind dies brutto bis zu knapp 29 Euro monatlich im Westen und gut 26 Euro im Osten. Dies entspricht einer Verdoppelung des bisherigen Anspruchs. Überwiesen wurde das zusätzliche Geld bisher aber noch nicht. Grund: Das Rentenpaket war erst Mitte Juni endgültig beschlossen worden. Damit war die Zeit für die Renten-Neuberechnung zu kurz.

          Doch niemand muss unruhig werden, selbst wenn sich die Nachberechnung noch bis ins vierte Quartal hinziehen sollte: Die aufgebesserte Mütterrente verfällt nicht. Sie wird auch in diesen Fällen zwar deutlich verspätet, aber ohne Abstriche rückwirkend zum 1. Juli überwiesen, bestätigte der DRV-Sprecher. Eines Antrags dazu bedürfe es nicht. Frauen mit jüngeren Kindern sind bei der Mütterrente aber immer noch besser gestellt. Sie erhalten für die Kindererziehung Rentenpunkte nicht nur für zwei, sondern für drei Jahre Kindererziehung gut geschrieben.

          Die verbesserte Mütterrente kostet im Jahr etwa 6,5 Milliarden Euro zusätzlich. Die Neuregelungen des Rentenpakets - dazu zählt auch die abschlagfreie Rente ab 63 - hatten im Juni einen Ansturm von Ratsuchenden auf die Beratungsstellen und Telefon-Hotlines der Rentenversicherung ausgelöst. Viele klagten über endlose Warteschleifen. Im Internet wurden die Seiten der Rentenversicherung etwa 60 Millionen mal angeklickt, das Dreifache der sonst üblichen Zahl. Inzwischen ist diese Welle aber wieder abgeebbt, sagte der Sprecher. Bis Mitte des Monats Juli habe es nur noch rund 10 Millionen „Zugriffe“ auf die DRV-Homepage gegeben.

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