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Jugend und Finanzen : Das Leben kostet mehr als erwartet

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Zum Glück gibt es eine Flatrate, sonst würde die Telefonrechnung vielen Jugendlichen aus dem Ruder laufen. Bild: dpa

Kommt es zu finanziellen Fragen, hapert es am Wissen von Jugendlichen. Schuld daran hat nicht nur die Schule.

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          Für Altersvorsorge, Versicherungen und Steuererklärungen interessieren sich Jugendliche nicht. Irgendwann, wenn sie es selbst brauchen, sollen sie sich eben informieren, oder? Ganz nach diesem Motto richten viele Schulen und Eltern die finanzielle Bildung ihrer Jugend aus. Verlässt der Nachwuchs das wohlbehütete Elternhaus, muss er eigene Rechnungen zahlen und die Gehaltsabrechnung überblicken, werden viele Jugendliche plötzlich negativ überrascht. Sie wissen zu wenig und müssen diesen Wissensnachteil nun mühsam aufarbeiten oder sich ausprobieren.

          Larissa Weber, die in Wahrheit anders heißt, ist vor eineinhalb Jahren, kurz nach ihrem Abitur, ausgezogen und wohnt nun in einer Wohngemeinschaft im Stadtzentrum Saarbrückens. Der Anfang war nach eigener Aussage nicht einfach. „Bevor ich ausgezogen bin, dachte ich zum Beispiel, 1000 Euro im Monat für alles inklusive Miete wären so viel Geld“, sagt die 20 Jahre alte Studentin. Weber konnte sich nicht vorstellen, wie viel man für Essen, Kleidung und Haushaltsutensilien ausgeben muss. Obwohl ihre Eltern sie finanziell unterstützen und sogar die Miete zahlen, wurde es in den ersten Monaten oft mal knapp. 450 Euro hat sie monatlich zur Verfügung – ihr Gehalt für einen Minijob in einem Restaurant.

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