https://www.faz.net/-gv6-6x9fd

1. Säule Versorgungswerke : Hohe Rendite

Apotheker zahlen wie auch Ärzte, Ingenieure oder Steuerberater pflichtmäßig in ihr Versorgungswerk ein. Bild: dapd

Die Mitgliedschaft in einem Versorgungswerk ist für die meisten Selbständigen Pflicht. Das Versorgungswerk soll sie durchgängig absichern, egal ob sie gerade festangestellt sind oder selbständig.

          Viele Selbständige sind Pflichtmitglied in einem berufsständischen Versorgungswerk. Jeder, der einen freien, sogenannten verkammerten Beruf gewählt hat, wird zwangsläufig einem Werk angeschlossen. Das gilt für Ärzte, Apotheker, Architekten, Ingenieure, Rechtsanwälte, Notare, Steuerberater, Wirtschafts- und Buchprüfer, Tierärzte, Zahnärzte und Psychotherapeuten. Das Versorgungswerk soll sie durchgängig absichern, egal ob sie gerade festangestellt sind oder selbständig.

          Was ist das?

          Nadine Oberhuber

          Freie Autorin in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Die Versorgungswerke sind Anstalten des öffentlichen Rechts und bündeln jeweils die Angehörigen eines Berufsstandes. Die Ärzte waren die Ersten, die eine solche Kasse als Selbsthilfeeinrichtung gründeten. Denn sie durften nicht in die gesetzliche Rentenkasse einzahlen.

          Wie geht das?

          Die Mitglieder zahlen einen bestimmten Prozentsatz ihres Einkommens ein. Genauso viel, wie sie als Arbeitnehmer auch in die gesetzliche Rente einzahlen müssten. Das Geld wird angelegt und später je nach Verzinsung ausbezahlt. Die Rendite ist meist gut. Aber lebt der eigene Berufsstand lang, fällt die Rente klein aus, weil das angehäufte Geld lange reichen muss und kleinere Monatsrenten ergibt. Der Vorteil: Die Rentenansprüche behält der Selbständige, selbst wenn er insolvent wird.

          Für wen lohnt sich das?

          Die Frage stellt sich nicht, die Mitgliedschaft ist Pflicht. Derzeit zahlt jeder Versicherte im Schnitt 8700 Euro jährlich ein. Bezieher erhalten durchschnittlich 2170 Euro monatlich.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Umweltschutz : EU verbietet Einweg-Plastik

          Riesige Mengen Plastikmüll landen jedes Jahr in den Ozeanen. Nun plant die Europäische Union drastische Gegenmaßnahmen. Etliche Alltagsprodukte sollen verschwinden.
          Altes Eisen: Auf einem Autofriedhof im Ruhrgebiet stapeln sich ausgemusterte Fahrzeuge – kommen bald noch mehr dazu?

          FAZ Plus Artikel: Neue CO2-Grenzwerte : Das Ende des Autos, wie wir es kennen

          Bis zum Jahr 2030 soll der CO2-Ausstoß von Neufahrzeugen um 37,5 Prozent sinken. Die Industrie hält das für „total unrealistisch“ – und warnt vor Arbeitsplatzverlusten im sechsstelligen Bereich.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.