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Die Mehrwertsteuer sinkt : Her mit dem Steuerrabatt!

Bild: Dieter Rüchel

Zum 1. Juli sinkt die Mehrwertsteuer. Viele Geschäfte reduzieren deshalb die Preise, manche nicht. Das wird ein schönes Durcheinander. Ein Überblick.

          6 Min.

          Wer in der vergangenen Woche bei Lidl einkaufen war, hat einen kleinen Einblick in die komplizierte neue Shoppingwelt bekommen. Die Preisschilder sind bei dem Discounter neuerdings knallrot, und auf den Etiketten sind Beträge zu lesen, an die sich Kunden gewöhnen müssen. Produkte, die in der Woche zuvor noch 99 Cent oder 2,49 Euro kosteten, sind jetzt für 97 Cent oder 2,44 Euro zu haben. Das heißt: Die krummen Preise, mit denen Generationen von Deutschen aufgewachsen sind, werden jetzt noch krummer. Die „9“ am Ende hat bei Lidl ausgedient. Zumindest für ein halbes Jahr.

          Thomas Klemm

          Redakteur im Ressort „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Dennis Kremer

          Redakteur im Ressort „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Indem Lidl die Mehrwertsteuersenkung vorwegnahm, die erst am 1. Juli in Kraft tritt und bis 31. Dezember laufen soll, hat der Discounter zugleich die nächste Runde des Preiskampfes im Lebensmittelhandel eingeläutet. Denn Lidl gibt nicht nur die Steuersenkung an die Kunden weiter, sondern rundet bei den meisten Produkten auch noch ab. So hat das Unternehmen den Preis für eine 1,5-Liter-Flasche Mineralwasser um einen Cent auf 18 Cent gesenkt – obwohl der rechnerische Preis bei reduzierter Mehrwertsteuer nur 18,52 Cent beträgt.

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