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Mehr Sturmschäden : „Niklas“ kostete die Versicherer viel Geld

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Ein vom Sturm „Niklas“ umgewehter Baum ist am 31.03.2015 auf ein Dienstfahrzeug der Straßenmeisterei gefallen. Rettungskräfte konnten die beiden Insassen nur noch tot aus dem Wrack auf einer Landstraße bergen. Bild: dpa

Mehr als zwei Milliarden Euro haben deutsche Versicherer für Sturm- und Hagelschäden in diesem Jahr gezahlt. Das ist ein deutlicher Zuwachs. Und es könnten noch mehr werden.

          Die Assekuranz muss in Deutschland in diesem Jahr höhere Belastungen durch Sturm- und Hagelschäden wegstecken. Sachversicherer haben dafür rund 2,1 Milliarden Euro bezahlt - ein Drittel mehr als 2014, wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) mitteilte.

          Hauptverantwortlich dafür war Wintersturm „Niklas“, der im März mit Geschwindigkeiten von bis zu 192 Kilometer pro Stunde über die Bundesrepublik hinwegzog. Sturmböen warfen Lastwagen und Anhänger um, entwurzelten Bäume und verursachten an versicherten Gebäuden einen Schaden in Höhe von 750 Millionen Euro. „Niklas“ zählt hierzulande damit zu den fünf schwersten Winterstürmen seit dem Jahr 1997.

          Für Schäden in Deutschland sorgten 2015 zudem zahlreiche Tornados. Einer von ihnen verwüstete im Mai Teile der Kleinstadt Bützow in Mecklenburg-Vorpommern. Laut einer Studie von Versicherern und Klimaforschern könnten Sturmschäden bis zum Jahr 2100 um mehr als die Hälfte zunehmen. „Besonders schadenträchtige Stürme mit einer Intensität, wie sie heute alle 50 Jahre vorkommen, könnten dann alle 10 Jahre auftreten“, warnte der GDV. Er vertritt unter anderem die Interessen von Allianz, Münchener Rück und Talanx.

          Das Klimaschutzabkommen von Paris sei ein wichtiger Schritt im Kampf gegen die Folgen der Erderwärmung, sagte GDV-Präsident Alexander Erdland. Entscheidend sei nun aber, dass die Länder ihre selbstgesteckten Klimaschutzziele auch einhielten und Emissionen begrenzten.

          „Nur wenn die freiwilligen Verpflichtungen Wirkung entfalteten, bestehe die Chance, dass sich künftige Wetterextreme in einem erträglichen Maß bewegen werden“, sagte Erdland. „Alles andere würde auch die Versicherungswirtschaft vor große Herausforderungen stellen.“

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