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Medienschau : Yahoo-Chefin Bartz muss gehen

  • Aktualisiert am

SAP kauft den Softwarehersteller Right Hemisphere, Groupon verschiebt den Börsengang. Eine Rekapitalisierung der Banken in Eurozone ist angeblich nicht geplant, Japans Zentralbank lässt den Leitzins unverändert und die Wirtschaftsverbände fordern ein klares Bekenntnis zum Euro.

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          Unternehmensnachrichten

          Yahoo-Chefin Bartz muss gehen

          Der Internetkonzern Yahoo sucht einen neuen Chef. Die bisherige Konzernlenkerin Carol Bartz hat das Unternehmen auf Druck des Verwaltungsrats verlassen. Bis auf weiteres übernimmt Finanzchef Timothy Morse das Ruder, wie Yahoo am späten Dienstag (Ortszeit) im kalifornischen Sunnyvale mitteilte.

          Bartz war 2009 bei Yahoo an die Spitze gerückt. In ihre Zeit fällt die Kooperation mit dem Software-Konzern Microsoft bei der Internetsuche. Trotz des starken Partners tut sich Yahoo schwer, sich gegen den größeren Konkurrenten Google zu behaupten. Zuletzt schwächelte ausgerechnet das wichtige Geschäft mit grafischen Werbeanzeigen. (dpa-AFX)

          SAP kauft Softwarehersteller Right Hemisphere

          SAP will den Softwarehersteller Right Hemisphere übernehmen. Die Kaufsumme teilten die Walldorfer am Dienstagabend nicht mit. Right Hemisphere mit Sitz im kalifornischen San Ramon und in Auckland (Neuseeland) entwickelt Software, mit der sich 3D-CAD-Daten für den Einsatz in der visuellen Kommunikation umfunktionieren lassen. (Dow Jones)

          Groupon verschiebt Börsengang wegen Marktturbulenzen

          Der Internet-Gutscheinanbieter Groupon verschiebt seinen Börsengang wegen der Marktturbulenzen und offener Fragen der Aufsichtsbehörden. Wie zwei mit der Situation vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters berichteten, hat Groupon den IPO nicht abgesagt, sondern prüft wöchentlich einen geeigneten Zeitpunkt. Ursprünglich hatte das Unternehmen die letzten Vorbereitungen für den Sprung aufs Börsenparkett Mitte bis Ende September angepeilt. Groupon meldete im Juni bei den Behörden einen Börsengang im Volumen von 750 Millionen Dollar an. (Reuters)

          Jenoptik peilt Zukäufe in Nordamerika an

          Jenoptik ist derzeit in Gesprächen über mehrere Akquisitionsprojekte in Nordamerika. „Ich hoffe, dass es noch in diesem Jahr zumindest zu einem Abschluss kommen kann“, sagte Vorstandsvorsitzender Michael Mertin der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Mittwochsausgabe). Der Technologiekonzern aus Jena sucht nach Kaufgelegenheiten in den Bereichen Lasertechnik, Optik und Verkehrssicherheit. Eine Eintrübung der Geschäfte sieht Jenoptik zudem nicht. „Die gute Auftragslage dauert im zweiten Halbjahr an“, sagte Mertin und erwartet noch signifikante Aufträge.

          Akquisitionen und organisches Wachstum sollen das Unternehmen mit derzeit rund 500 Millionen Euro Jahresumsatz mittelfristig in eine Größenordnung von 700 bis 800 Millionen Euro bringen, „mit der Tendenz zur Milliarde“, wie Mertin bereits früher gemachte Angaben wiederholte. Mit einer Eigenkapitalquote von 47 Prozent sieht der Jenoptik-Chef das Unternehmen finanziell gut aufgestellt. Aus dem Kassenbestand könnten Zukäufe im mittleren zweistelligen Millionenbetrag bewerkstelligt werden. Für Akquisitionen im „deutlich dreistelligen Millionenbetrag“ könnten verschiedene Finanzierungsformen wie Kapitalerhöhung, Fremdkapital oder eine Wandelanleihe denkbar sein. (dpa-AFX)


          Wirtschaftsnachrichten

          Keine Pläne für Rekapitalisierung der Banken in Eurozone

          Die Regierungen der Euroländer haben Kreisen zufolge keine Pläne, Banken mit mehr Kapital als bislang vorgesehen auszustatten. Der Kapitalbedarf der Institute liege zudem deutlich unter den vom Internationalen Währungsfonds zunächst geschätzten 200 Milliarden Euro, sagte am Dienstag eine Person, die an den Gesprächen mit dem IWF teilnahm. Die Zahl werde deutlich nach unten korrigiert. Demnach wird die Kapitalausstattung von Banken aller Wahrscheinlichkeit nach mit dem Geld privater Investoren verbessert. Es gebe keine weiteren Pläne für eine Rekapitalisierung aus Staatskassen, hieß es. (Reuters)

          IWF mahnt Österreich zu ehrgeizigerer Schuldenreduzierung

          Weitere Themen

          Topmeldungen

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          Manchester City erhält doch keine Europapokal-Sperre. Die Kritiker sind entsetzt ob des Urteils. Pep Guardiola geht prompt zur Gegenattacke über – und bekommt wohl ziemlich viel Geld für eine Transferoffensive.

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