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Medienschau : Wirtschaftlicher Ausblick „außergewöhnlich unsicher“

  • Aktualisiert am

Gewinnrückgang bei Credit Suisse, Roche bleibt unter den Erwartungen, ABB - stagnierender Umsatz und Gewinn, Volvo mit Gewinn, Comdirect senkt Jahresprognose, Praktiker senkt die Prognose, Hynix - dank Rekorderlösen Gewinn, AT&S profitiert von hoher Handy-Nachfrage, Starbucks verdient blendend, Bernanke - Wirtschaftlicher Ausblick „außergewöhnlich unsicher“, deutsches Gastgewerbe mit Umsatzminus, Zentralbank Brasiliens hebt Leitzins auf 10,75 Prozent an, Japan: Gesamtwirtschaftliche Aktivität steigt leicht

          Unternehmensnachrichten

          EU-Schuldenkrise lässt bei Credit Suisse Gewinn schrumpfen

          Die europäische Schuldenkrise hat bei der Schweizer Großbank Credit Suisse im zweiten Quartal ihre Spuren hinterlassen. Die zweitgrößte Schweizer Bank verdiente ebenso wie die meisten ihrer internationalen Konkurrenten im Investmentbanking weniger als in den Quartalen davor als der Kapitalhunger von Staaten und Großunternehmen das Geschäft beflügelt hatte. Einen Ausgleich schaffte das Private Banking, wo der Vorsteuergewinn zum ersten Mal seit längerem höher ausfiel als im Investmentbanking. Der Konzern-Reingewinn sank nach Angaben der Bank vom Donnerstag gegenüber dem Vorquartal um 22 Prozent auf 1,59 Milliarden Franken (1,14 Milliarden Euro). Im Vergleich zum Auftaktquartal des Vorjahres stieg der Gewinn um ein Prozent. Analysten hatten einen Gewinn von 1,23 Milliarden Franken erwartet. Die Kernkapitalquote gab leicht auf 16,3 Prozent nach von 16,4 Prozent vor drei Monaten. Konzernchef Brady Dougan erklärte, die Bank habe die richtige Strategie, die sich auch bei ungewissen und anspruchsvollen Märkten bewähren werde. Die Bank sei in der Lage neue Anforderungen der Regulatoren zu erfüllen. Im Investmentbanking lag der Gewinn vor Steuern mit 800 Millionen Franken deutlich unter dem Wert des Vorquartals von 1,8 Milliarden Franken. Der Vorsteuergewinn des Private Banking lag mit 900 Millionen Franken gleich hoch wie im Vorquartal. Die Bank konnte in der Vermögensverwaltung neue Kunden gewinnen. Die Sorgen um die Staatsfinanzen in manchen Euroländern und die schwache Einheitswährung trieben Anleger in den sicheren Hafen Schweizer Franken. Obwohl auch Credit Suisse im Zusammenhang mit einer gestohlenen Kundendaten-CD in die Diskussionen um das Schweizer Bankgeheimnis verwickelt ist, flossen dem Private Banking der CS netto Neugeld über 13,8 Milliarden Franken zu. Analysten hatten mit einem Zufluss von 14 Milliarden Franken gerechnet. Vor einem Jahr waren der Bank 10,7 Milliarden Franken zugeflossen und im ersten Quartal 2009 waren es 18,6 Milliarden gewesen. Konzernweit konnte die Bank netto neues Geld über 14,5 Milliarden Franken hereinholen. Im Asset Management für institutionelle Kunden betrug der Zufluss 1,3 Milliarden Franken. Im ganzen Konzern verwaltet die Credit Suisse Vermögen im Wert von 1243 Milliarden Franken. Mit Ausnahme von Morgan Stanley war das zweite Quartal auch bei den großen amerikanischen Banken schwächer ausgefallen. Bank of America und Citigroup verzeichneten teils empfindliche Gewinnrückgänge und konnten im Investmentbanking nicht mehr punkten. Die Deutsche Bank will ihre Zahlen am Dienstag vorlegen. (Reuters)

          Roche bleibt mit Halbjahresgewinn unter den Erwartungen

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