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Medienschau : Widersprüchliche Berichte zu Devisenmarktinterventionen Japans

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Merck erleidet bei der Zulassung von Cladribin einen Rückschlag. Nike verdient mehr als erwartet, AMD erwartet einen Umsatzrückgang. GlaxoSmithKlines Diabetesmittel soll vom Markt, Dubai will sich am Finanzmarkt 1 Milliarden Dollar beschaffen.

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          Unternehmensnachrichten

          Merck erleidet bei Cladribin-Zulassung Rückschlag

          Der Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck KGaA hat bei seinem Ziel, den Hoffnungsträger Cladribin-Tabletten in Europa zur Zulassung zu bringen, einen Rückschlag erlitten. Das wissenschaftliche Komitee der europäischen Arzneimittelbehörde EMA, CHMP, hat die Tabletten zur Behandlung der schubförmigen Multiplen Sklerose nicht zur Zulassung empfohlen, wie die Merck KGaA am Freitag mitteilte. Das Komitee sei zu der Ansicht gelangt, dass auf Grundlage der zurzeit vorliegenden Daten die Risiken des Mittels die Vorteile überwiegen.

          Den Antrag auf Marktzulassung hatte Merck im Juli 2009 bei der EMA eingereicht. Früheren Angaben von Merck zufolge wird einige Monate nach der Stellungnahme des Komitees mit einer Entscheidung der Zulassungsbehörde gerechnet. Erste Zulassungen für die Tabletten hat Merck bereits im Juli 2010 in Russland und im September in Australien erhalten.

          Eher holprig war bisher der Weg zur Zulassung am wichtigen amerikanischen Markt. Im November 2009 hatte die amerikanischen Zulassungsbehörde FDA den ersten Zulassungsantrag von Merck für das MS-Mittel in Tablettenform mit einem so genannten „refuse to file letter“ zurückgewiesen. Im Juni 2010 hatte Merck dann mit einem neuen Zulassungsantrag einen zweiten erfolgreichen Anlauf gemacht. Eine Entscheidung der FDA erwartet Merck im vierten Quartal 2010. In weiteren 40 Ländern hat Merck die Tabletten zur Zulassung eingereicht. (Dow Jones)

          Nike verdient im ersten Quartal mehr als erwartet

          Der amerikanische Sportartikelhersteller Nike hat in seinem Erstquartal 2010/11 dank der höheren Nachfrage mehr umgesetzt und verdient als erwartet. Für das Dreivierteljahr per Ende August berichtete der Konzern am Donnerstagabend einen Nettogewinn von 559 (513) Millionen Dollar oder 1,14 (1,04) Dollar je Aktie. Der Umsatz kletterte um 7,8 Prozent auf 5,18 Milliarden Dollar. Die von Thomson Reuters befragten Analysten hatten bei dem Wettbewerber von Adidas und Puma mit einem Gewinn je Aktie von 1,01 Dollar und einem Umsatz von 5,22 Milliarden Dollar gerechnet. Wegen geringerer Rabattaktionen und einer höheren Profitabilität beim Verkauf über das Internet erhöhte das Unternehmen die Bruttomarge auf 47 Prozent von 46,2 Prozent im Vorjahreszeitraum. (Dow Jones)

          AMD erwartet Umsatzrückgang im dritten Quartal

          Der amerikanische Chiphersteller AMD erwartet im zu Ende gehenden dritten Geschäftsquartal einen Umsatzrückgang. Die Erlöse dürften im Vergleich zum zweiten Geschäftsquartal um 1 bis 4 Prozent sinken, teilte das Unternehmen am Donnerstag nach amerikanischen Börsenschluss in Sunnyvale (amerikanischen Bundesstaat Kalifornien) mit. Das dritte Geschäftsquartal endet am 25. September. Im zweiten Jahresviertel hatte AMD einen Umsatz von 1,65 Milliarden amerikanischen Dollar eingefahren. (dpa-AFX)

          GlaxoSmithKlines Diabetesmittel Avandia soll vom Markt

          Schwerer Rückschlag für GlaxoSmithKline: Die europäische Arzneimittelbehörde EMA empfiehlt, das wegen eines erhöhten Herzinfarkt-Risikos umstrittene Diabetesmittel Avandia komplett vom Markt zu nehmen. Die amerikanische Gesundheitsbehörde FDA schränkt den Zugang für Patienten erheblich ein. So sollen neue Patienten das Mittel nur noch verschrieben bekommen, wenn keine Alternativen greifen. Dies teilten beide Institutionen am Donnerstag mit. Die für die Zulassung von Medikamenten zuständige EU-Kommission folgt üblicherweise den Empfehlungen der Arzneimittelbehörde.

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