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Medienschau : Widersprüchliche Berichte zu Devisenmarktinterventionen Japans

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Razzia wegen Anlagebetrugs mit Pennystocks

Die Staatsanwaltschaft München hat in einer spektakulären Aktion die Büros und Wohnungen von Dutzenden Verdächtigen durchsuchen lassen. Der Razzia gingen mehr als zweijährige Ermittlungen voraus, die Vorwürfe lauten auf Marktmanipulation und Insiderhandel mit Aktien, sagte die Sprecherin der Anklagebehörde, Barbara Stockinger, am Donnerstagabend und bestätigte damit entsprechende Informationen der „Financial Times Deutschland“ (Freitag). Drei Beschuldigte sitzen in Untersuchungshaft.

Zum einen seien fast wertlose sogenannte Pennystocks gekauft, die Kurse durch gezielt positive Nachrichten nach oben getrieben und dann wieder verkauft worden. Teilweise seien auch andere Aktien durch negative Nachrichten in die Verlustzone gebracht und dadurch Geschäfte gemacht worden

Durchsucht wurden laut dem Zeitungsbericht auch die Geschäftsräume der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger in München (SdK). Der SdK-Vorstandsvorsitzende Klaus Schneider bestätigte der Zeitung die Durchsuchungen in den Büros, stritt jedoch ab, dass gegen Organe des Vereins ermittelt werden. (dpa-AFX)

Chefwechsel bei HSBC

Die britische Großbank HSBC will einem Insider zufolge ihren Investmentbank-Chef Stuart Gulliver zum neuen Unternehmenschef machen. Er solle dem jetzigen HSBC-Chef Michael Geoghegan nachfolgen, sagte eine mit der Sache vertraute Person am Donnerstag. Der „Financial Times“ (FT) zufolge wird Geoghegan seinen Job zum Jahresende abgeben. Finanzchef Douglas Flint solle dann die Rolle des Verwaltungsratschefs übernehmen.

Der bisherige Verwaltungsratschef Stephen Green hatte vor zwei Wochen bekanntgegeben, dass neuer Handelsminister der britischen Regierung wird. Einem früheren Bericht der „FT“ zufolge soll Geoghegan gedroht haben, die Bank zu verlassen, wenn er nicht Verwaltungsratschef werde. Die Bank hatte diese Behauptung als „Unsinn“ zurückgewiesen. (dpa-AFX)

Wirtschaftsnachrichten

Widersprüchliche Berichte zu Devisenmarktinterventionen Japans

Nach einer starken Abwärtsbewegung des Yen-Wechselkurses gibt es widersprüchliche Berichte über eine angebliche Intervention der japanischen Finanzbehörden. Einige Marktakteure am Devisenmarkt sagten am Freitag, es habe keinen Eingriff der japanischen Regierung gegeben. Stattdessen hätten große Yen-Verkaufsaufträge von Geschäftsbanken den Wechselkurs gedrückt. Doch andere Devisenhändler sagten, die Bank of Japan habe interveniert und über große japanische Geschäftsbanken Yen-Verkaufsaufträge erteilt. Ein Sprecher des Finanzministeriums lehnte einen Kommentar zu der angeblichen Intervention ab.

Der Yen hat am Freitag in einer sprunghaften Bewegung deutlich gegenüber den wichtigsten Währungen an Wert verloren. Japan hatte in der vergangenen Woche am Devisenmarkt eingegriffen, nachdem der Yen zum Dollar auf den höchsten Stand seit 15 Jahren gestiegen war. Damals hatte der Finanzminister Yoshihiko Noda die Intervention kurz darauf bestätigt. (Dow Jones)

Obama drängt China abermals zur Yuan-Aufwertung

Amerikas Präsident Obama lässt im Währungsstreit mit China nicht locker. Der Präsident habe den chinesischen Ministerpräsidenten Wen Jiabao bei einem direkten Gespräch in New York abermals gedrängt, den chinesischen Yuan entschlossen aufzuwerten. Der Währungsstreit sei der wichtigste Gesprächspunkt bei dem Treffen beider Staatsmänner am Rande der UN-Vollversammlung gewesen. Wen hatte zuletzt am Vorabend eine starke Aufwertung des Yuan abgelehnt. Die Ablehnung begründete er mit der Furcht vor einer Pleitewelle in der Exportwirtschaft Chinas. (dpa-AFX)

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