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Medienschau : Weitere Warnung von Research in Motion

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Weitere Umsatz- und Gewinnwarnung von RIM, ING verkauft amerikanische Onlinesparte für Milliarden, Patentstreit: Oracle fordert von Google Milliarden, Celesio wenig optimistisch, Prada erlöst 2,1 Milliarden Dollar, ThyssenKrupp treibt Edelstahl-Abspaltung voran - Kreise, ACEA: EU-Neuzulassungen im Mai plus 7,1 Prozent, Umfrage: Deutsche Banken sorgen sich wegen Schuldenkrise, Papandreou will neue Regierungsmannschaft vorstellen, Hexensabbat an den Terminbörsen

          11 Min.

          Unternehmensnachrichten

          Weitere Umsatz- und Gewinnwarnung von RIM

          Der kanadische BlackBerry-Hersteller Research in Motion (RIM) hat erneut seinen Ausblick gesenkt und Investoren schockiert. Die schwierigen Bedingungen, die im April zu einer Gewinnwarnung führten, würden wahrscheinlich fortbestehen, teilte RIM am Donnerstag mit. Als Grund nannte das Unternehmen Verspätungen bei der Einführung neuer Produkte. Im laufenden Quartal rechnet RIM nun mit einem Gewinn zwischen 0,75 und 1,05 Dollar. Analysten waren im Durchschnitt von 1,40 Dollar ausgegangen. Der Umsatz soll zwischen 4,2 und 4,8 Milliarden Dollar liegen. Auch der Gewinnausblick für das gesamte Geschäftsjahr wurde gesenkt. Im nachbörslichen Handel gaben die in den Vereinigten Staaten gehandelten RIM-Papiere um mehr als 15 Prozent nach. Der BlackBerry ist zwar nach wie vor bei Managern und Politikern beliebt. RIM ist aber scharfer Konkurrenz durch das iPhone von Apple und Smartphones mit dem Betriebssystem Android von Google ausgesetzt. RIMs neuer Tablet-PC, das PlayBook, verkaufte sich unterdessen besser als von Analysten erwartet. In den sechs Wochen nach der Markteinführung wurden 500.000 Geräte ausgeliefert. Experten hatten im Durchschnitt mit 366.000 gerechnet. Das PlayBook ist das Konkurrenzmodell zum erfolgreichen iPad von Apple. (Reuters)

          ING verkauft Onlinesparte an Capital One für 6,3 Milliarden Euro

          Der niederländische Finanzkonzern ING verkauft seine amerikanische Onlinebank für umgerechnet 6,3 Milliarden Euro. Abnehmer ist das amerikanische Institut Capital One. Die Bank aus McLean im Bundesstaat Virginia werde 6,2 Milliarden Dollar in bar und 2,8 Milliarden Dollar in Aktien zahlen, teilte ING am Donnerstag mit. ING erhalte einen Anteil von 9,9 Prozent an Capital One. Das amerikanische Institut, das in den Vereinigten Staaten vor allem für sein Kreditkartengeschäft bekannt ist, erklärte, dass die Übernahme zum Jahresende oder Anfang 2012 abgeschlossen werden solle. ING war auf dem Höhepunkt der Finanzkrise mit zehn Milliarden Euro Staatshilfe gestützt worden und muss nach Auflagen der EU-Kommission im Gegenzug seine Bank- und Versicherungsaktivitäten entflechten. Auch das niederländische Hypotheken-Haus WestLandUtrecht Bank steht zum Verkauf. Zudem hatte ING angekündigt auch eine Trennung von der Versicherungssparte in Lateinamerika zu erwägen. (Reuters)

          Oracle fordert von Google in Patentstreit Milliardensumme

          Im Patentstreit mit Google fordert der amerikanische Softwarekonzern Oracle einen Schadenersatz in Milliardenhöhe. Oracle erklärte am Donnerstag in Gerichtsunterlagen, der Internetkonzern habe die verlangte Schadenersatzsumme verheimlichen wollen. Die Klage wurde bereits im vergangenen Jahr eingereicht. Im dem Streit geht es um Googles Betriebssystem Android, das in vielen Smartphones eingesetzt wird und inzwischen eine ernste Konkurrenz für Apples iPhone ist. Oracle wirft Google vor, bei der Entwicklung der Software wissentlich Patent- und Urheberrechte von der Java-Software verletzt zu haben. Oracle hatte Anfang 2010 den Java-Erfinder Sun Microsystems für knapp sechs Milliarden Dollar übernommen. (Reuters)

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