https://www.faz.net/-gv6-6oj6l

Medienschau : Warnungen: Finanzkrise noch nicht eingedämmt

  • Aktualisiert am

Bild: FAZ.NET-Jan Bazing

Bundesbank-Chef Weber warnt davor, dass die Finanzkrise noch nicht eingedämmt sei, EZB-Ratsmitglied Mersch vor den negativen Folgen weiterer Zinssenkungen, die EU vor einem Scheitern der Bankenrettung und Obamas Chef-Wirtschaftsberaters davor, dass die Stabilisierung des Finanzsystems noch teurer werden könnte. Die Idee einer „Bad Bank“ findet in Deutschland nur noch wenig Unterstützung.Metros Großmarktsparte verzeichnet angeblich einen deutlichen Gewinnrückgang, Philips wird von der Wirtschaftsflaute schwer gebeutelt, BNP Paribas rechnet im vierten Quartal mit einem Milliardenverlust. Jenoptik erreicht trotz der Krise seine JahreszielePfizer steht offenbar kurz vor der Übernahme von Wyeth, doch die SEB bleibt angeblich auf ihrer deutschen Tochter sitzen. ING erhält nach Milliardenverlust eine staatliche Bürgschaft. Schaeffler soll angeblich Staatshilfe erhalten, auch wenn der VDA dank des staatlichen Hilfspakets mit mehr Absatz rechnet. Ford will die Krise ohne Staatshilfen meistern, aber Toyota rechnet 2009/10 mit einem Absatzrückgang von 7 Prozent.

          Unternehmen

          BNP Paribas rechnet im vierten Quartal mit Milliarden-Verlust

          Die französische Großbank BNP Paribas rechnet im abgelaufenen Quartal mit einem Milliardenverlust. Das Minus werde sich auf rund 1,4 Milliarden Euro belaufen, teilte das Institut am Montag in Paris mit. Im Investmentbanking habe sich ein Fehlbetrag von zwei Milliarden Euro angesammelt. Für das Gesamtjahr 2008 rechnet die Bank allerdings noch mit schwarzen Zahlen und einem Nettogewinn von rund drei Milliarden Euro. Trotzdem plant BNP Paribas, das zweite Bankenhilfspaket der französischen Regierung in Anspruch zu nehmen. Mit der Staatshilfe soll eine Kernkapitalquote von acht Prozent erreicht werden. (dpa)

          ING erhält nach Milliardenverlust staatliche Bürgschaft

          Der niederländische Finanzkonzern ING ist wegen der anhaltenden Finanzkrise im vergangenen Jahr in die roten Zahlen gerutscht und erhält nun staatliche Hilfe. Nach einem Verlust von 3,3 Milliarden Euro im vierten Quartal habe für das Gesamtjahr unter dem Strich ein Minus von 400 Millionen Euro gestanden, teilte der Konzern am Montag in Amsterdam nach vorläufigen Berechnungen mit. Sowohl die Banksparte als auch der Versicherungsbereich verbuchten im Schlussquartal wegen hoher Abschreibungen auf toxische Wertpapiere Milliardenverluste.

          Vor dem Hintergrund der außergewöhnlichen Entwicklungen der vergangenen Monate und aus persönlichen Gründen werde der bisherige Vorstandschef Michel Tilmant mit sofortiger Wirkung von seinem Amt zurücktreten, teilte ING am Montag in Amsterdam mit. Bis zu seiner Pensionierung am 1. August werde er dem Institut als Berater zur Verfügung stehen.

          Der bisheriger Verwaltungsratspräsident Jan Hommen soll Tilmant nachfolgen. Die Aktionäre sollen seine Wahl in den Vorstand auf der Hauptversammlung am 27. April bestätigen. Bis dahin werde Vorstandsmitglied Eric Boyer die Geschäfte des Vorstandsvorsitzenden übernehmen, Hommen werde aber bereits eng in das tägliche Geschäft eingebunden. Neuer Verwaltungsratspräsident wird vom Tag der Hauptversammlung an Peter Elverding. (dpa-AFX)

          Philips wird von Wirtschaftsflaute schwer gebeutelt

          Der niederländische Elektronikkonzern Philips ist gegen Ende des Jahres schwer von der Wirtschaftsflaute erwischt worden. Abschreibungen auf Firmenwerte und im kleineren Maße ein Steuereffekt ließen im Schlussquartal einen Verlust von 1,470 Milliarden Euro auflaufen, wie Philips am Montag in Amsterdam mitteilte. Im Vorjahreszeitraum hatte der Konzern noch einen Überschuss von 1,398 Milliarden Euro verbucht, was allerdings im Wesentlichen von einem Anteilsverkauf herrührte. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern fiel von plus 579 Millionen auf minus 1,072 Milliarden Euro, der Umsatz von 8,365 auf 7,623 Milliarden Euro. Angesichts der schwierigen Marktbedingungen traut sich das Management noch keine genaue Prognose für das laufende Jahr zu. (dpa-AFX)

          Jenoptik erreicht trotz Konjunkturkrise positive Jahresziele

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Die aufgewendete Energie ist enorm, der Ertrag mager: Geförderte Humboldt-Universität in Berlin.

          Exzellenz-Förderung : Noch so ein Sieg

          Ein Wettbewerb, in dem es nur Sieger gibt, ist eigentlich keiner: Welche Universitäten über die Exzellenzinitiative gefördert werden und welche nicht, sagt so gut wie nichts aus.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.