https://www.faz.net/-gv6-6oj6l

Medienschau : Warnungen: Finanzkrise noch nicht eingedämmt

  • Aktualisiert am

Angesichts der dramatischen Finanz- und Autokrise sollen die beiden hoch verschuldeten Konzerne Continental und Schaeffler Medieninformationen zufolge Staatshilfen erhalten. Wie das „Handelsblatt“ (Montag) berichtet, wollen die beiden Länder Bayern und Niedersachsen den beiden Autozulieferern mit voraussichtlich jeweils einer halben Milliarde Euro zur Seite springen. Großaktionär Schaeffler hatte am Samstag den wochenlangen Machtkampf bei Conti für sich entschieden und stellt künftig den Aufsichtsratschef. Beide Unternehmen wollen die Kooperation ihrer Automobilsparten nun zügig vorantreiben. Die Conti-Reifensparte soll ausgegliedert werden.

Ein Sprecher der bayerischen Staatskanzlei sagte am Sonntag in München zu dem Bericht über Staatshilfen: „Natürlich finden Gespräche mit dem Unternehmen statt. Es gibt aber keinerlei Vereinbarung oder Zusagen.“ Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) sagte am Rande einer Veranstaltung in Hannover: „Es gibt kein Konzept, das auch nur annähernd so konkret ist, dass man über Fragen staatlicher Hilfen irgendetwas sagen kann.“

Laut „Handelsblatt“ unterstützt Bayern Schaeffler mit Sitz in Herzogenaurach, Niedersachsen Continental mit Sitz in Hannover. Die Details der Hilfe - Bürgschaft, Garantien oder auch eine direkte Beteiligung - seien noch offen. Die Finanzspritze hätten Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) und Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) vereinbart. Wulff hatte in dem Konflikt zwischen Conti und Schaeffler vermittelt.

Schaeffler und Conti sind mit insgesamt 22 Milliarden Euro verschuldet - Schaeffler wegen der Conti-Übernahme, Continental wegen der Übernahme der Siemens-Tochter VDO im Jahr 2007. Zudem hat sie die Finanz-und Autokrise mit voller Wucht erwischt. (dpa-AFX)

VDA rechnet dank staatlichem Hilfspaket mit mehr Absatz

Das Hilfspaket der Bundesregierung für die deutsche Autoindustrie könnte den Absatz im Inland nach Einschätzung des Branchenverbandes VDA erheblich nach oben treiben. „Wenn die Regierung jetzt alles das, was sie auf den Weg gebracht hat, gesetzgeberisch auch durchsetzt, haben wir die Chance, die Drei-Millionen-Grenze zu knacken“, sagte Matthias Wissmann, Präsident des Verbands der deutschen Autoindustrie (VDA), dem Berliner „Tagesspiegel“ (Montag). Der Verband korrigierte damit seine Prognose für 2009 nach oben.

Im Dezember hatte er noch einen Absatz von maximal 2,9 Millionen Autos für 2009 vorausgesagt. 2008 hatten die deutschen Hersteller 3,09 Millionen Autos in Deutschland abgesetzt, 1,9 Prozent weniger als im Jahr zuvor. (dpa-AFX)

Eigene Allianz-Bank wahrscheinlich im April

Europas größter Versicherer Allianz will im Frühjahr mit einer eigenen Bank sein Bankgeschäft ausbauen. „Im April dürften wir startklar sein“, sagte der Vorstandschef der Allianz Deutschland AG, Gerhard Rupprecht, der Tageszeitung „Die Welt“ (Montag). Geplant sei dies unter dem Dach der Oldenburgische Landesbank (OLB), die bereits zum Allianz-Konzern mit Sitz in München gehört. Die OLB soll dem Bericht zufolge künftig die mehr als 10.000 Allianz-Agenturen mit Bankprodukten versorgen. „Wir werden aber eine Marke Allianz auch im Bankgeschäft einführen“, sagte Rupprecht. „Es wird künftig zum Beispiel ein Allianz Girokonto oder einen Allianz Kredit bei unseren Vertretern geben.“

Weitere Themen

Topmeldungen

Trotz Reform : Viele Sparer müssen weiter Soli zahlen

Für die meisten Bundesbürger soll der Solidaritätszuschlag ab 2021 entfallen, sagt Finanzminister Scholz. Was er verschweigt: Für den Großteil der Sparer und Anleger gilt das nicht – und das sind nicht nur Großverdiener.
Disqualifiziert: Charlotte Dujardin.

Blut am Pferd bei der EM : „Ich bin total niedergeschmettert“

Charlotte Dujardin übertreibt bei der Dressur-EM den Sporen-Einsatz und ist selbst erschüttert. Im Fell ihrer Stute zeigt sich eine Wunde, die Reiterin wird disqualifiziert. Nun stellt sich vor allem eine Frage.

Auch Mazda steigt aus : Carsharing fährt gegen die Wand

Es soll eine Lösung für urbane Mobilität sein: Doch Carsharing rechnet sich nicht. Und nicht nur das: Die Autos kämen oft auch verdreckt oder beschädigt zurück, klagen die Anbieter. Jetzt gibt auch Mazda auf.

Newsletter

Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.