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Medienschau : Warnungen: Finanzkrise noch nicht eingedämmt

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Der Technologiekonzern Jenoptik hat trotz der Konjunkturkrise seine positiven Ziele für das Gesamtjahr 2008 erreicht. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) liege nach ersten Berechnungen bei rund 37 Millionen Euro, teilte die erst jüngst wieder in den TecDax aufgestiegene Gesellschaft am Montag in Jena mit. Der Umsatz betrage knapp 550 Millionen Euro. Zur positiven Entwicklung trug den Angaben zufolge unter anderem eine starke Nachfrage nach Wehr- und Sicherheitstechnik bei. Auch im laufenden Geschäftsjahr 2009 will Jenoptik trotz Krise in der Auto- und Halbleiterbranche seinen „stabilen Kurs“ fortsetzen. Eine konkrete Umsatz- und Ergebnisprognose gab das Unternehmen wegen der konjunkturellen Lage nicht. (dpa-AFX)

Metro-Großmarktsparte mit deutlichem Gewinnrückgang

Beim Handelskonzern Metro spitzen sich die Probleme im sogenannten Cash & Carry-Geschäft (C&C) in Deutschland laut einem Pressebericht zu. Die Großmarkt-Sparte habe nach internen Zahlen 2008 einen deutlichen Gewinnrückgang verzeichnet, berichtet die „Wirtschaftswoche“ unter Berufung auf einen Lagebericht von Dezember 2008. In dem Papier heiße es, dass die Gesellschaft „erheblich an Umsatz und Ergebnis eingebüßt hat“.

Einer Abbildung in dem Bericht zufolge sackte der Gewinn der deutschen Tochtergesellschaft vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen binnen fünf Jahren um mehr als 200 Millionen Euro, wie das Magazin schreibt. 2003 verdiente die Metro-Tochter rund 250 Millionen Euro, 2008 waren es nur noch knapp über 30 Millionen Euro. Ein Metro-Sprecher wollte sich auf Nachfrage des Blattes nicht zu den Zahlen äußern. (dpa-AFX)

Toyota rechnet 2009/10 mit einem Absatzrückgang von 7 Prozent

Der japanische Automobilhersteller Toyota Motor Corp rechnet im kommenden Geschäftsjahr 2009/10 einem Pressebericht zufolge mit einem um 7 Prozent rückläufigen Fahrzeugabsatz. In dem bis März 2010 laufenden Geschäftsjahr würden wohl nur etwas mehr als 7 Millionen Automobile abgesetzt, berichtet die japanische Zeitung „Nikkei“ in ihrer Montagsausgabe. Das wären 7 Prozent weniger als für 2008/09 vorhergesagt und über 20 Prozent weniger als 2007/08.

Toyota hatte bereits angekündigt, 2008/09 den ersten operativen Verlust seit dem Zweiten Weltkrieg zu schreiben. Weitere Absatzverluste dürften das Ergebnis des größten Autoherstellers Japans im kommenden Geschäftsjahr belasten und ihn zu weiteren Produktionskürzungen zwingen.

Im laufenden Geschäftsjahr will Toyota 7,54 Millionen Fahrzeuge absetzen. Im Dezember hatte der Autohersteller die Prognose auf diesen Wert reduziert, bis dahin hatte er 8,24 Millionen Fahrzeuge der Marken Toyota, Hino und Daihatsu verkaufen wollen. Die Produktionskapazität Toyotas beläuft sich auf 10 Millionen Fahrzeuge im Jahr, der Überhang nicht genutzter Kapazitäten könnte sich im kommenden Jahr demnach auf fast 3 Millionen Einheiten belaufen. (Dow Jones)

Pfizer offenbar kurz vor Übernahme von Wyeth

Der amerikanischen Pharmariese Pfizer steht Medienberichten zufolge kurz vor der Übernahme seines Konkurrenten Wyeth. Der Kaufpreis soll 68 Milliarden Dollar betragen, wie die „New York Times“ und das „Wall Street Journal“ am Sonntagabend berichteten. Der Deal werde möglicherweise noch am (heutigen) Montag vor Öffnung der Börse bekanntgegeben, hieß es.

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