https://www.faz.net/-gv6-159t8

Medienschau : Verbraucherschützer mahnen Fondsgesellschaften ab

  • Aktualisiert am

Daimler bietet der Bundesregierung angeblich seinen halben EADS-Anteil zum Kauf an, ABB steigert den Nettogewinn, Nvidia und Lenovo verzeichnen Gewinnsprünge, Axas Gewinn sinkt. Die amerikanische Notenbank rechnet mit anhaltend hoher Arbeitslosigkeit.

          Unternehmensnachrichten

          Verbraucherschützer mahnen Fondsgesellschaften wegen Gebühren ab

          Verbraucherschützer gehen jetzt erstmals gegen die Gebührenpraxis der Fondsgesellschaften vor. Die Verbraucherzentrale NRW mahnte die Gesellschaften Allianz Global Investors (AGI) , LBBW Asset Management und Union Investment ab.

          Die Verbraucherschützer bemängeln etwa Kosten für Herstellung und Versand der Halbjahres- und Jahresberichte oder anderer Prospekte, die der Kunde zahlen müsse. Bei AGI mahnten die Verbraucherschützer eine Vertriebsgebühr ab, die Bestandskunden für die Akquise von Neukunden zahlen sollten. Bei Union Investment bemängelt die Organisation eine Umlage von Kosten für Beratung und Analyse durch externe Unternehmen auf die Kunden.

          Basis für die Aktion ist eine Untersuchung der Prospekte der 50 volumenstärksten Fonds für deutsche Privatkunden, die dem Handelsblatt exklusiv vorliegt. Knapp 60 verschiedene Gebührenarten entdeckten die Verbraucherschützer. Im ersten Jahr sind wegen des Ausgabeaufschlags selbst zweistellige Kostenquoten möglich. In den Folgejahren sind Gebühren von mehr als zwei Prozent mittlerweile üblich.

          Die hohen laufenden Kosten machen anspruchsvolle Renditeziele oft zunichte. Hart kritisieren die Verbraucherschützer die neuerdings häufig verlangte Performance-Fee. „Viele Gesellschaften haben die Gebühr vor zwei Jahren eingeführt, pünktlich zu dem Zeitpunkt, an dem die Kurse im Keller waren“, erklärt Müller.

          Mangelnde Transparenz sei das Hauptproblem für den Kunden. Verständliche Gebühren-Bezeichnungen fehlen ebenso wie eine einheitliche Terminologie. Die Folge: Die meisten Anleger können die Höhe der Gebühren beim Kauf nicht einmal annähernd kalkulieren. (dpa-AFX)

          Daimler bietet Bundesregierung halben EADS-Anteil zum Kauf an

          Der Autohersteller Daimler hat einem Pressebericht zufolge der deutschen Regierung den Kauf der Hälfte seines EADS-Anteils angeboten. Das Kabinett werde in der kommenden Woche über den Vorschlag beraten, berichtete die „Financial Times“ am Mittwoch auf ihrer Internetseite unter Berufung auf Kreise. Insgesamt gehe es um einen Kauf von 15 Prozent, je zur Hälfte von Daimler und einer Bankengruppe. Der Anteil habe derzeit einen Marktwert von 2,7 Milliarden Euro. (dpa-AFX)

          Brenntag blickt nach Rekordjahr 2010 optimistisch auf 2011

          Der Chemikalienhändler Brenntag rechnet nach einem Rekordjahr 2010 mit weiteren Zuwächsen. Auf Basis einer wachsenden Weltwirtschaft rechnet Brenntag bei allen relevanten Ergebnisgrößen mit einem Wachstum. Im vergangenen Jahr sei der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) um 25,5 Prozent auf 602,6 Millionen Euro gestiegen, teilte das im MDax notierte Unternehmen am Donnerstag in Mülheim an der Ruhr mit. Das Unternehmen übertraf damit die eigene Prognose und die Erwartungen der Experten. Der Umsatz legte um ein Fünftel auf 7,65 Milliarden Euro zu. (dpa-AFX)

          BNP Paribas verfehlt nach AXA-Abschreibungen Gewinnerwartungen

          Die französische Großbank BNP Paribas hat im vierten Quartal die Gewinnerwartungen von Experten verfehlt. Grund war eine Abschreibung auf den Wert des BNP-Anteils am französischen Versicherer AXA, die mit 534 Millionen Euro zu Buche schlug, wie die Bank am Donnerstag mitteilte. Reuters-Daten zufolge besitzt BNP rund 5,2 Prozent an AXA.

          In den drei Monaten sei der Nettogewinn um 13,6 Prozent auf 1,55 Milliarden Euro gestiegen, teilte BNP mit. Analysten hatten im Schnitt mit 1,73 Milliarden Euro gerechnet. Die Einnahmen stiegen in dem Zeitraum um 2,6 Prozent auf 10,3 Milliarden Euro. Analysten hatten mit 10,5 Milliarden Euro gerechnet. (Reuters)

          Comdirect erreicht Gewinnziel 2010

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Klimaaktivistin in Amerika : „Greta ist das Böse“

          Greta Thunberg wird in den Vereinigten Staaten nicht nur von begeisterten Aktivisten empfangen. Auch die Lobbyisten aus dem Lager der Klimawandel-Leugner laufen sich schon warm.

          Luxusbauten in New York : Ästhetische Abschottung

          Ein Penthouse für 239 Millionen Dollar: Die Wohlhabendsten schauen von immer größeren Höhen auf das Stadtvolk hinab. New York baut jetzt superdünn.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.