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Medienschau : Ungarn befürchtet „Griechenland-Lage“

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BP platziert Absaugglocke über dem Bohrleck, STM erwartet sehr starkes drittes Quartal, Nielsen peilt Milliarden-Börsengang an, Millipore-Aktionäre stimmen für Übernahme, Ungarn befürchtet „Griechenland-Lage“, Naoto Kan Japans neuer Regierungschef, Südkoreas Wirtschaft legt 8,1 Prozent zu, Luft- und Raumfahrtindustrie muss mit weniger Aufträgen rechnen, Nordkorea: Krieg könnte jederzeit ausbrechen, amerikanische Notenbanker denken über Zinserhöhung nach, Arbeitgeber warnen vor Sonderlösung für Opel

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          Unternehmen

          BP platziert Absaugglocke über Bohrleck im Golf

          Im Kampf gegen die Ölpest im Golf von Mexiko ist dem britischen Energiekonzern BP ein wichtiger Teilerfolg gelungen. Nachdem das Unternehmen ein beschädigtes Steigrohr an dem offenen Bohrloch kappen konnte, gelang es in der Nacht auf Freitag, eine Absaugglocke über dem Leck in rund 1500 Meter Tiefe zu platzieren. Die amerikanische Küstenwache sprach von einem weiteren Fortschritt. Es werde aber noch einige Zeit dauern, bis man beurteilen könne, ob die Methode funktioniere und in welchem Umfang damit der Ölausfluss eingedämmt werden könne. Es könne sich dabei aber nur um eine notdürftige Reparatur handeln. Die Arbeiten, das Leck vollständig abzudichten, müssten weiter mit aller Kraft vorangetrieben werden. BP hatte zuvor erklärt, ein vollständig abgedichteter Öl-Absaugtrichter könnte bis Ende des Monats installiert werden. Das Unternehmen setzt mittelfristig vor allem auf Entlastungsbohrungen, die das Austreten des Öls stoppen sollen. Die Bohrplattform „Deepwater Horizon“ war am 20. April im Golf von Mexiko nach einer Explosion gesunken. Seitdem strömen aus einem Bohrloch jeden Tag bis zu drei Millionen Liter Öl ins Meer. Der amerikanische Präsident Barack Obama warf BP vor, nicht rasch genug auf die schwerste Ölkatastrophe in der amerikanische Geschichte reagiert zu haben. Er sei sehr wütend über die Situation am Golf, sagte Obama in einem CNN-Interview. Da habe jemand nicht an die Konsequenzen seines Handelns gedacht. Obama will am Freitag erneut in das Katastrophengebiet reisen. (Reuters)

          Chiphersteller STM erwartet sehr starkes drittes Quartal

          Der Infineon-Rivale STMicroelectronics erwartet im kommenden Quartal außergewöhnlich gute Geschäfte. „Die Nachfrage für das dritte Quartal ist sehr, sehr hoch“, sagte Firmenchef Carlo Bozotti am Donnerstag auf einer Investorenkonferenz. Für das Schlussquartal 2010 sei dann wieder mit normalen Auftragseingängen zu rechnen. Im laufenden Vierteljahr werde zudem das Ziel erreicht, den Umsatz um sechs bis zwölf Prozent im Vergleich zum ersten Quartal 2010 zu steigern. Derzeit gebe es keine Hinweise darauf, dass die Händler Lagerbestände aufbauen würden, sagte der Chef des weltweit fünftgrößte Chipherstellers, der auch mit Intel und Texas Instruments konkurriert. Offen blieb, ob die aktuell ungewöhnlich guten Geschäfte mit einem verstärkten „Doppel-Order“-Verhalten der Kunden zusammenhängen. „Wir wissen das derzeit nicht“, sagte STM-Manager Alain Dutheil. Bei „Doppel-Orders“ erhalten zwei Hersteller je einen Auftrag. Es wird aber nur dem die Ware abgenommen, der als erster liefert. Die zweite Order wird dann storniert. STM erklärte zudem, der Konzern wolle bis zum vierten Quartal über 20 Prozent mehr Produktionskapazitäten als im vierten Quartal 2009 verfügen. Im April hatte STM mitgeteilt, im ersten Quartal in die Gewinnzone zurückgekehrt zu sein. (Reuters)

          Marktforscher Nielsen peilt Milliarden-Börsengang an

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